So wappnet sich Deutschland für den China-Virus

Ein Forscher der Berliner Charité-Klinik warnt vor der Ausbreitung des China-Virus in Deutschland und erklärt, wie man sich in der Republik auf die Ankunft vorbereitet.

Denn immerhin beginnt am kommenden Samstag das chinesische Neujahrsfest, zudem viele Chinesen jedes Jahr verreisen. Vermutlich auch nach Deutschland, denn die wohl beliebtesten Reiseziele chinesischer Familien sind neben Südostasien und den USA durchaus auch europäische Länder. Eine Verbreitung des gefährlichen derzeit grassierenden Coronavirus, ist daher auch in Deutschland möglich.


So denkt Forscher und Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité, der nun ein Interview im Deutschlandfunk gab. „Wir müssen damit rechnen, dass wir Fälle nach Deutschland bekommen und wir müssen uns im gesamten Gesundheitssystem darauf vorbereiten“, sagt er.
Wie viele Infizierte es aktuell weltweit gibt, kann niemand genau sagen. Bestätigt ist inzwischen aber, dass das Virus eine mitunter tödliche Atemwegserkrankung auslöst und von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.

Die Krankenhäuser in Deutschland müssten nun zeitnah über die Behandlung von Coronavirus-Patienten nachdenken, findet Drosten. Denn: Infizierte müssen umgehend isoliert werden und können auf Grund der hohen Ansteckungsgefahr nicht mit anderen Menschen zusammengelegt werden. Behandlungsplätze dafür seien in der gesamten Republik aber rar. Die Charité habe bereits „alle Testsysteme hochgefahren“, um eine Infektion mit dem China-Virus bei Bedarf schnell nachweisen zu können.

Während Deutschland bisher noch verschont geblieben ist, gibt es in den USA nun den ersten Fall einer Ansteckung mit dem Coronavirus. Die Infektion sei bei einem Reisenden aus China in Seattle (dem US-Staat Washington) nachgewiesen worden, teilte die für Seuchen zuständige US-Behörde CDC am vergangenen Dienstag mit. Wie der momentane Gesundheitszustand des Mannes ist, sei unklar.

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