Söder ruft Katastrophenalarm in Bayern aus

Aufgrund der aktuellen Coronazahlen ruft Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (53, CSU) den Katastrophenalarm für sein Bundesland aus und zieht die Zügel bei den bisher gültigen Corona-Regeln deutlich an!

Seiner Meinung nach bräuchte es jetzt ein striktes Handeln und kein „Stop-and-Go“, denn immerhin sterbe in Deutschland alle 4 Minuten ein Mensch an Covid-19. Zuviel, weswegen Söder für Bayern nun einen neuen, knallharten Plan präsentiert:

Dieser beinhaltet in aller erster Linie allgemeine Ausgangsbeschränkungen für den gesamten Freistaat. „Gehen Sie nur aus triftigem Grund raus“, appelliert Söder an die Bevölkerung. Bayrische Hotspots bekommen eine gänzliche Ausgangssperre ab 21 Uhr.
Kontakte dürfen nur noch mit maximal fünf Personen aus zwei Haushalten stattfinden. Die einzige Ausnahme besteht an Weihnachten vom 23. Dezember bis zu 26. Dezember. An Silvester gelten erneut die jetzt festgelegten Beschränkungen.
Alten- und Pflegepersonal soll zwei Mal pro Woche getestet werden. Außerdem gilt ein Konsumverbot von Alkohol unter freiem Himmel.
Schulen und Kitas bleiben voerst offen. Ab der 8. Klasse jedoch werden die Schüler und Schülerinnen in einem Wechselmodell unterrichtet um die Lerngruppen entsprechend klein zu halten.


Markus Söder appelliert außerdem an eine Erhöhung der HomeOffice-Quote: „Wer zuhause arbeiten kann, soll das machen.“

Alle genannten Maßnahmen sollen ab kommendem Mittwoch 0 Uhr gelten und erst einmal bis zum 05. Januar 2021 aufrechterhalten werden.

Immer wieder hat Ministerpräsident Söder einen strengeren Kurs im Kampf gegen das Virus angedeutet, konnte sich in den Bund-Länder-Schalten mit Kanzlerin Merkel bisher aber nicht durchsetzen.

Die Kanzlerin hingegen hält bundesweite strengere Maßnahmen erst einmal nicht für notwendig und sagte in ihrem wöchentlichen Podcast kürzlich: „Nach mehr als einem Dreivierteljahr sehen wir mittlerweile ja Licht am Ende des Tunnels.“