Stiftung Warentest: Das beste Mineralwasser kommt vom Discounter

Mineralwasser ist eines der besten Getränke bei Hitze – aber trinken Sie vielleicht das falsche? Mit ihrem überraschenden Ergebnis im aktuellen Test zeigt die Stiftung Warentest, dass teurer nicht unbedingt besser ist.

Das Thermometer will einfach nicht sinken: Die Hitze hat Deutschland fest im Griff, und Dehydrierung ist eine Gefahr, die man ernst nehmen muss. Viele von uns greifen gerne zu einem sprudelnden Mineralwasser wegen seiner erfrischenden Kohlensäure und der wertvollen Mineralienzufuhr, doch der häufige Kauf von Wasser summiert sich – zusätzliche Kosten, auf die viele von uns gerne verzichten würden. Aus diesem Grund sorgt das Ergebnis des jüngsten Mineralwasser-Tests der Stiftung Warentest für eine sehr angenehme Überraschung.

Stiftung Warentest Mineralwasser-Test: Überraschende Ergebnisse
Die Stiftung Warentest hat 29 verschiedene sprudelnde Mineralwässer mit mittlerem („Medium“) Kohlensäure-Gehalt getestet. Bewertet wurden Geschmack, Geruch, Aussehen und Mundgefühl. Ausgerechnet in der letztgenannten Kategorie enttäuschten viele der getesteten Wässer: Das spritzige, erfrischende Gefühl, das man sich von einem sprudelnden Mineralwasser erhofft, blieb einfach aus.

Zehn der getesteten Mineralwässer schnitten zudem schlechter ab, weil sie Stoffe enthielten, die dort eigentlich nichts zu suchen hatten – schließlich ist „Reinheit“ eines der häufig verwendeten Schlagworte in der Werbung für Mineralwasser: Die von den Testern gefundenen Spuren von Pestizidabbauprodukten, Süßstoffen sowie Trifluoressigsäure (TFA) waren zwar nicht in gefährlichen Mengen vorhanden, aber dennoch definitiv unerwünscht.

Ironischerweise ist der Mineralgehalt etwas, woran Mineralwasser im Test nicht scheitern kann: Wie die Verbraucherzentrale erklärt, hängt die Zusammensetzung der Mineralien vom Ort der Abfüllung ab – sie darf nicht verändert werden. Dementsprechend sind manche Mineralwässer mineralreicher als andere, während einige sogar weniger Mineralien enthalten als Leitungswasser.

Der Testsieger kommt vom Discounter
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: Welche der getesteten Mineralwässer erfüllen laut Stiftung Warentest wirklich alle Kriterien? Es zeigt sich, dass zwei der günstigsten Produkte im Test die Nase vorn haben: das Mineralwasser der Marke „Saskia“ von Lidl (aus der Quelle Jessen in Sachsen-Anhalt), das nur 0,19 Euro pro Liter kostet, und das Mineralwasser „Mineau“ (0,37 Euro pro Liter), das aus verschiedenen deutschen Quellen stammt. Ebenfalls mit „sehr gut“ bewertet wurde das „Rosbacher“-Mineralwasser aus Nieder-Rosbach in Hessen, das sich zudem durch sein natürliches Kalzium-Magnesium-Verhältnis von 2:1 auszeichnet, das dazu beitragen kann, den durch Schwitzen verursachten Verlust dieser Mineralstoffe auszugleichen.

Für alle, die sich angesichts der riesigen Auswahl an Mineralwässern im Supermarkt nur schwer entscheiden können, hat die Stiftung Warentest einen weiteren Tipp: Achten Sie auf Mineralwasser, das in der Nähe von Ihrem Wohnort abgefüllt wurde. Dadurch werden der Energie- und Ressourcenaufwand für den Transport minimiert.

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Oskar Herbert