Theologin fordert Tausch des Pfingstmontag mit einem jüdischen Feiertag

Derzeit sorgt diese Forderung für mächtig Schlagzeilen. Der Pfingstmontag soll nach Ansicht einer Theologin abgeschafft werden und durch ein jüdisches Fest ersetzt werden. Warum sie das Pfingstfest abschaffen will, erklärt sie so.

Nicht nur für die Christen ist der Pfingstmontag einer der zentralen Tage. Über einen zusätzlichen Feiertag freuen sich einmal im Jahr auch alle anderen Bundesbürger in Deutschland. Doch eventuell ist damit bald Schluss, wenn der Vorschlag der Theologin Christiane Thiel umgesetzt wird.

Theologin spricht sich an Pfingstmontag 2020 für ein jüdisches Fest als neuen Feiertag aus

Die evangelische Theologin spricht sich in einem Interview mit dem „Deutschlandfunk“ dafür aus, den Pfingstmontag als Feiertag abzuschaffen. Als Ersatz soll dann das jüdische Versöhnungsfest Jom Kippur als ein bundesweiter Feiertag eingeführt werden. Die Theologin ist der Meinung, dass die Menschen auch „Pausen ihn ihrem ‚durchindustrialisierten‘ Alltag“ benötigen. Aus diesem Grunde seine Feiertage ein wichtiger Aspekt des Lebens – doch müssen diese nicht zwingend christliche sein, so Thiel.

Für sie sei es wichtig, das christliche Feiertage abgegeben werden um damit auch anderen Religionen Raum zu geben, gemeinsam mit ihnen diese Festtage feiern zu können. Die Theologin geht damit auf eine Forderung ihres Kollegen Friedrich Wilhelm Graf ein. Dieser wünscht sich, dass der höchste Feiertag des Judentums, das Versöhnungsfest Jom Kippur, im Tausch für Pfingsten als einen gesetzlichen Feiertag anzunehmen.

Das steckt hinter dem Vorschlag, den Pfingstmontag als Feiertag abzuschaffen

Der Pfingstmontag wie auch der Ostermontag hat für sie als Theologin keine so große Bedeutung, so Thiel. Dieser stamme noch aus dem Feudalismus. Die Geistliche aus Halle an der Saale sagte dazu: „Da durften die Arbeitssklaven dann in den Gottesdienst gehen. Oder mal nach Hause laufen, meistens liefen die heim, die Mägde und die Knechte – an dem einem Tag“. Und weiter sagte sie: „Das wäre wirklich ein Zeichen, egal ob wir irgendwas mit Gott anfangen können.

Alle Menschen würden von Versöhnung leben – und das könne mit einem solchen Feiertag gut zum Ausdruck gebracht werden“, hieß es dazu in dem Beitrag des „Deutschlandfunks“. Wichtig ist ihr auch, dass die Menschen einmal bewusst eine Pause in ihrem Leben einlegen, so Thiel. Daher sei die Religion in diesem Falle nicht wichtig. „Hauptsache, es gibt Feiertage.“

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