Tierärzte warnen vor tödlicher Virusgefahr

Hundebesitzer sollten in diesem Herbst bei Spaziergängen mit ihrem Vierbeiner besonders vorsichtig sein. Tierärzte warnen, dass derzeit eine erhöhte Gefahr von Hundestaupe besteht. Diese Warnung erfolgt, nachdem ein erneuter Ausbruch des Virus bei Füchsen festgestellt wurde.

Heutzutage ist die Hundestaupe in Deutschland eine seltene Krankheit, weil so viele Hunde geimpft sind. Tierärzte warnen jedoch, dass diese Impfungen auf dem neuesten Stand gehalten werden müssen, um wirksam zu sein. Im Falle eines Impfversäumnisses könnte Ihr Hund in Gefahr sein. Es besteht auch die Gefahr, dass einige aus osteuropäischen Ländern importierte Hunde nicht ausreichend geimpft wurden.

Gelegentlich kommt es in Wildtierpopulationen zu einem Aufflackern der Hundestaupe. Neben Füchsen können sich auch Dachse, Wiesel, Baum- und Steinmarder sowie Wölfe und Otter anstecken und das Virus übertragen. Das Virus ist hoch ansteckend. Es wird durch Speichel, Nasen- und Augensekret, Kot und Urin von infizierten Tieren übertragen.

Wenn Ihr Hund also bei Waldspaziergängen gerne im Unterholz wühlt, müssen Sie ihn gut im Auge behalten. Bei Krankheitsanzeichen sollten Sie sofort Ihren Tierarzt aufsuchen. Es ist zwar äußerst selten, aber es ist möglich, dass ein Hund trotz Impfung an Staupe erkrankt.

Obwohl die modernen Staupeimpfstoffe nach Angaben der Hersteller einen Schutz von fast 99 % bieten, gibt es Fälle, in denen dieser Schutz versagt. Dies kann passieren, wenn ein Hund immunsupprimiert ist oder sich von einer anderen Krankheit erholt. Auch ein wiederholter Kontakt mit hohen Viruskonzentrationen kann den Schutz, der unter normalen Umständen ausreichend wäre, überwinden.

Die Symptome, auf die man achten sollte, sind wie folgt:

Wässriger oder eitriger Ausfluss aus den Augen
Fieber
Lethargie und verminderter Appetit
Nasenausfluss
Husten
Erbrechen

Tiergesundheitsexpertin Silvia Berger erklärt: “Die betroffenen Tiere haben oft hohes Fieber und zeigen Symptome einer Atemwegs- und/oder Magen-Darm-Erkrankung unterschiedlichen Schweregrades. In einigen Fällen kann es auch zu einem Befall des Nervensystems kommen, was zu Verhaltensänderungen oder sogar Nervenlähmungen führen kann.”

Die Hundestaupe kann den Menschen nicht infizieren. Katzen sind jedoch auch für das Staupevirus anfällig und sollten geimpft werden.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert