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Tödlicher Korfu-Urlaub: Mutter isst Hühnchen und stirbt binnen in 36 Stunden

Sie aß nur wenige Bissen Hähnchenfleisch, das nicht komplett gar war – nur kurze Zeit später starb Natalie, eine zweifache Mutter die mit ihrer Familie auf Korfu Urlaub machte.

Die Familie aus Harpenden in Großbritannien hatte auf der griechischen Insel Korfu Urlaub gemacht und in einem der Hotel-Restaurants zu Abend gegessen. Nathalie aß Hühnchen, das nicht richtig durchgegart war und mutmaßlich mit E.coli-Bakterien belastet war. Diese lösten in ihrem Körper eine dramatische Reaktion aus.

Dem Ehepaar war sofort aufgefallen, dass mit Natalies Fleisch etwas nicht stimmte: „Sie fing an zu essen, und als sie das Fleisch aufschnitt, sickerte Blut heraus. Ich meinte zu ihr, das Hähnchen sähe blutig aus. Natalie ging zurück und ließ sich ein anderes Stück geben, von dem sie nur ein paar Bissen aß“, berichtet der Ehemann im Interview mit britischen Zeitung „Metro“.

Am selben Abend klagte die Frau über Unwohlsein. Nachts um 3 Uhr begann die Frau sich zu erbrechen. Morgens diagnostizierte ein Arzt Gastroenteritis, also eine Entzündung des Magen-Darm-Traktes, was der Volksmund als „sich den Magen verdorben“ bezeichnet. Natalies Zustand verschlechterte sich jedoch rapide. Schließlich ließ man sie ins Krankenhaus einliefern. Dort habe sie, wie ihr Mann berichtet, bereits „aus allen Öffnungen“ geblutet. Als die Familie in der folgenden Nacht am Bett der Frau wachte, konnten sie nur noch mit ansehen, wie ihre Herztöne immer schwächer wurden, in den nächsten Stunden starb Natalie.

Der Fall ereignete sich letzten August. Die gerichtsmedizinischen Untersuchungen und der Prozess zogen sich hin. Jetzt wurde vor Gericht bestätigt, dass eine heftige Infektion mit Escherichia coli, kurz E.coli, Ursache für den tragischen Tod der Frau war. In der Regel verlaufen E-Coli-Vergiftungen bei gesunden Erwachsenen zwar mit Erbrechen und heftigem Durchfall, jedoch nicht tödlich. Natalie war 37 Jahre alt, Triathletin und kerngesund. Ihr plötzlicher Tod ist daher äußerst ungewöhnlich. Ein Experte für Infektionen erklärte dem „Independent“, dass unsere Gene beeinflussen, ob eine Lebensmittelvergiftung tödlich enden könne. In Natalies Fall führte ihre genetische Veranlagung dazu, dass die Gerinnungsfunktion des Blutes gestört wurde. In so einem Fall könnten Ärzte kaum mehr etwas tun, sobald die Infektion einmal in Gang gekommen sei. Tatsächlich hatten sich in Natalies Körper plötzlich überall Blutgerinnsel gebildet, was die Mutter binnen 36 Stunden das Leben kostete.