

Das gesamte WM-Fußballteam muss derzeit zittern: Die Spieler wurden möglicherweise dem tödlichen Ebola-Erreger ausgesetzt! Eine dringende Warnung der USA, dass das Team aus dem Kongo nicht wie geplant einreisen könne, wurde bereits ausgesprochen.
Die Fußball-Nationalmannschaft der Demokratischen Republik Kongo muss sich vor der WM 21 Tage lang isolieren, sonst würde die Einreise in die USA eventuell verweigert, wie Andrew Giuliani, Leiter der Taskforce des Weißen Hauses für die WM, dem TV-Sender ESPN sagte. Der Grund sei der Ebola-Ausbruch im Osten des afrikanischen Landes. Planmäßig sollte die kongolesische Delegation am 11. Juni ins WM-Quartier nach Houston anreisen.
Spieler befinden sich in Belgien
Giuliani betonte, dass man sowohl der FIFA als auch der kongolesischen Mannschaft und Regierung unmissverständlich mitgeteilt habe, dass dem Team eine Quarantäne vorgeschrieben werde. Das Training erfolgt derzeit in Belgien, wo der Kongo auch zwei Vorbereitungsspiele bestreitet. Ein geplantes dreitägiges Trainingslager sowie eine Abschiedsveranstaltung mit Fans in der Hauptstadt Kinshasa wurden vom Team aus Vorsichtgründen abgesagt.
Die aktuellen Pläne wollen die Spieler nicht ändern, auch wenn die USA eine Warnung ausgesprochen haben. Der Team-Sprecher des Kongo dazu: „Wir behalten unser Trainingsprogramm bei. Kein Spieler der Mannschaft ist aus der DR Kongo hierhergekommen.“ Zu Wochenbeginn seien allerdings einige Teamfunktionäre aus dem Kongo nach Belgien angereist.
Ebola wütet derzeit weiter
In der afrikanischen Republik breitet sich das Ebola-Virus weiter aus. Mittlerweile gibt es mindestens 867 Verdachtsfälle, 204 Erkrankte sind bereits verstorben. Im Nachbarland Uganda sind fünf weitere bestätigte Fälle bekannt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rechnet mit einer hohen Dunkelziffer, weil der Ausbruch im Ostkongo wochenlang unbemerkt blieb und nicht alle Fälle gemeldet werden.
Infizierte flüchteten aus Zelt
Dramatisch: In Mongbwalu, einer Stadt im Zentrum des Ausbruchsgebiets, wurde ein Behandlungszelt für Ebola-Patienten in Brand gesteckt, woraufhin 18 Menschen mit Verdacht auf eine Infektion flüchteten. Das Zelt war zuvor von der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen errichtet worden.