Tote und Verletzte: Mutter rast in Gruppe von Fußballspielern

Der Begriff „Soccermum“ ist in den Vereinigten Staaten eine gängige Beschreibung, reserviert für einen Teil der weiblichen Bevölkerungsgruppe, typischerweise aus der Mittelschicht, die übermäßig ehrgeizig sind, was den Erfolg ihrer Kinder angeht. Soccermums verbringen die meiste Zeit hinter dem Steuer, um ihre Kinder von einer sportlichen Aktivität oder Veranstaltung zur nächsten zu fahren, und werden normalerweise als nervig, aber harmlos betrachtet. Das hat sich heute geändert, nachdem eine sogenannte Soccermum ihren Minibus nahm, und in eine Gruppe von Fußball spielenden Teenagern raste. Mit im Wagen befanden sich auch ihre beiden Töchter. 

Mehrere Tote und Verletzte 

Der Vorfall ereignete sich gestern in Wichita im amerikanischen Bundesstaat Kansas und wurde von mehreren Handykameras festgehalten. Laut Augenzeugenberichten fand ein Fußballturnier zwischen mehreren Schulen statt, als plötzlich ein großes Fahrzeug auf das Fußballfeldraste. „Der wird schon anhalten“, dachten viele der Beteiligten in Anbetracht der Geschwindigkeit des Wagens. Das Fahrzeug hielt nicht an und riss stattdessen mehrere der Teilnehmer und Zuschauer mit sich. Als die Todesfahrt endete, waren ein sechs Jahre alter Junge und ein 35-jähriger Mann tot. Elf weitere Menschen, darunter zumeist Kinder und Jugendliche, mussten mit zum Teil schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Als die Ermittler sich dem Fahrzeug näherten, fanden sie nicht nur die 34-jährige Fahrerin vor, sondern auch zwei Mädchen im Schulalter. Die 34‑Jährige wurde vor den Augen der immer noch geschockten Anwesenden abgeführt. 

Väter verhindern Schlimmeres 

Die polizeilichen Ermittler in Kansas konnten bisher noch keinen Grund für die grauenvolle Amokfahrt nennen, geben aber an, dass sich die Fahrerin bei den Verhören als kooperativ zeigt. Laut Augenzeugenberichten soll sie ihren Wagen direkt in ein Fußballspiel gesteuert haben. Einer der Torwarte sah das Fahrzeug auf sich zurasen und ergriff in panischer Angst die Flucht. Letztendlich soll das Fahrzeug zum Halten gezwungen worden sein, nachdem es mehreren anwesenden Vätern gelang, die Autotüren des Wagens aufzureißen und die Gewalt über das Steuer zu übernehmen.

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Alexander Grünstedt