Tote und Verletzte: Personenzug kollidiert mit Bus

Polizei und Feuerwehr sind mit einem Großaufgebot vor Ort. Nach ersten Informationen sind mehrere Menschen ums Leben gekommen und weitere verletzt worden, als ein Personenzug mit einem Schulbus kollidierte.

Schock und Trauer breiten sich in ganz Europa aus: Vier Menschen sind ums Leben gekommen, mehrere weitere wurden verletzt, als heute früh in Buggenhout in Belgien ein Personenzug einen Schulbus erfasste. Die Ermittler sind gegenwärtig damit beschäftigt, alle Spuren der Tragödie zu sichern, doch es zeichnet sich ein Rätsel ab, das sich nicht ohne Weiteres erklären lässt.

Zug in tödlichen Unfall mit Schulbus verwickelt
Die nackten Fakten, wie sie derzeit bekannt sind: Ein Personenzug mit rund 100 Passagieren an Bord kollidierte an einem Bahnübergang in der Stadt Buggenhout (zwischen Antwerpen und Brüssel) mit einem Schulbus. Der Vorfall ereignete sich heute Morgen kurz nach 8 Uhr. Im Schulbus befanden sich sieben Kinder sowie der Fahrer und eine Begleitperson. Der Bahnübergang liegt etwa 1 km vom Bahnhof entfernt, und der Zug war bereits dabei, seine Geschwindigkeit zu verringern. Der Lokführer betätigte die Notbremse, sobald er den Bus sah. Dennoch war der Aufprall so heftig, dass der Bus – ein Minivan – 15 Meter weit geschleudert wurde und gegen einen Mast prallte. Der Fahrer, die Begleitperson sowie zwei Kinder im Alter von 12 und 15 Jahren kamen ums Leben. Der Bus soll auf dem Weg zu einer örtlichen Förderschule gewesen sein.

Der Unfall gibt Rätsel auf
Doch warum befand sich der Bus auf den Gleisen, als der Zug kam? Das hätte eigentlich nicht möglich sein dürfen. Laut Infrabel, der belgischen Behörde für Eisenbahninfrastruktur, zeigen Überwachungsvideos des Bahnübergangs, dass die Schranken geschlossen waren und die Ampel auf Rot stand. „Wir wissen nicht, wie es zu dem Unfall kommen konnte“, sagt ein Sprecher von Infrabel. Ein Gutachter ist nun vor Ort und arbeitet gemeinsam mit der Polizei daran, den Hergang des Geschehens zu rekonstruieren.

„Heute trauert Europa mit Belgien“, schrieb Ursula von der Leyen auf X und sprach den Familien der Opfer und ihren Angehörigen ihr Beileid aus.

Bereits mehrere tödliche Unfälle an Bahnübergängen in diesem Jahr
Immer wieder ereignen sich Unfälle an Bahnübergängen: In Frankreich kam letzten Monat eine Person ums Leben und 27 weitere wurden verletzt, als ein Hochgeschwindigkeitszug mit einem Lkw kollidierte, der militärische Ausrüstung transportierte. Im Januar kollidierte ein Zug mit einem Linienbus im Hamburger Hafengebiet. Eine Person kam ums Leben, zehn weitere wurden verletzt. In Bereichen mit Bahnübergängen ist beim Fahren äußerste Vorsicht geboten, auch wenn diese mit Schranken ausgestattet sind.

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Oskar Herbert