

Es hätte ein Traumurlaub in einem der beliebtesten Urlaubsparadiese der Welt werden sollen. Niemand hätte die schreckliche Tragödie ahnen können, die das Leben einer Familie zerstören und so viele andere erschüttern würde.
Mit über 11,5 Millionen Besuchern im vergangenen Jahr ist die Dominikanische Republik das beliebteste Urlaubsziel in der Karibik. Traumhafte Sandstrände, azurblaues Wasser und eine Vielzahl von Aktivitäten haben Orte wie Punta Cana und Puerto Plata weltberühmt gemacht. Doch für mehrere Urlauber verwandelte sich die Idylle innerhalb eines Augenblicks in einen tödlichen Albtraum.
Plötzlich explodierte der vordere Teil des Bootes
Es geschah auf einem Bootsausflug zur Insel Saona, die unweit der Südostküste der Dominikanischen Republik liegt. Wie Überlebende berichten, hörten sie einen Knall, als ihr Boot beschleunigte, um mit anderen Booten mitzuhalten. Plötzlich explodierte der vordere Teil des Bootes. „In den wenigen Sekunden, die ich brauchte, um zu begreifen, was vor sich ging, kam das Feuer schon auf mich und meine Frau zu“, erzählt der Mann gegenüber der „Sun“.
Panik und Chaos brachen aus. Viele Passagiere stürzten sich über die Reling des Bootes in das umliegende Wasser, um sich in Sicherheit zu bringen. Das Paar kam mit Verbrennungen ersten Grades und einer Wunde durch herumfliegende Trümmer davon, die genäht werden musste. Andere auf dem Boot erlitten Knochenbrüche sowie Verbrennungen. Ein Mann aus New York zog sich eine Wirbelsäulenverletzung zu und wird möglicherweise nie wieder laufen können.
Abbie Lainton wird nie wieder zur Schule zurückkehren. Die Verletzungen der 16-Jährigen aus Swindon in Großbritannien, die mit ihren Eltern und Geschwistern im Urlaub in der Dominikanischen Republik war, waren so schwer, dass sie bei ihrer Ankunft im Krankenhaus in La Romana starb. „Trotz aller Bemühungen des medizinischen Personals hat sie es nicht geschafft. Ihre verletzten Geschwister werden weiterhin im Krankenhaus versorgt“, erklärte ein Sprecher in einer Stellungnahme.
Behörden der Dominikanischen Republik ermitteln
Die dominikanische Tourismus-Website „Inmobiliario“ berichtet, dass die Notfallzentrale (COE), die Direktion für Rettungsdienste außerhalb von Krankenhäusern (DAEH), die Marine der Dominikanischen Republik und die Touristenpolizei (Politur) „innerhalb von Minuten nach der Explosion ihre Protokolle aktivierten und die Rettung sowie den Transport der Betroffenen koordinierten“.
Derzeit laufen offizielle Ermittlungen, um zu klären, was an diesem schrecklichen Tag geschehen ist. Ein Zeuge berichtete, er habe an Bord des Ausflugsbootes einen starken Benzingeruch wahrgenommen. Andere gaben an, das Boot sei überfüllt gewesen. Bei der Explosion und dem darauf folgenden Brand wurden 24 Menschen verletzt. Offizielle Quellen sprechen von einem „tragischen Unfall auf See“.