Ukraine-Krieg: China empört über russische Atomwaffen-Pläne

Offiziell hält sich China aus dem Ukraine-Krieg heraus. Der Grund liegt nach bester chinesischer Manier in den finanziellen Vorteilen, die eine Neutralität mit sich bringt. Dabei ist der asiatische Riese eifrig damit beschäftigt, Waffen und Waffenteile an beide Seiten zu verkaufen und damit die Staatskasse klingeln zu lassen. Dennoch wird China im Westen als ein enger Verbündeter Russlands angesehen. Gemeinsam mit dem Iran und einer Reihe anderer Staaten mit mehr oder weniger demokratischen Grundsätzen haben die Chinesen und die Russen immerhin das BRICS-Bündnis geschaffen, in dem sich die „Achse des Bösen“ gegenseitige Hilfe in Kriegszusammenhängen zugesichert hat. Aber auch China setzt überraschend Grenzen und hat jetzt eine konkrete Warnung an Moskau geschickt. Der Grund ist die zunehmenden Drohungen im russischen Parlament, der Duma, wo führende Politiker den Einsatz von Atomwaffen gegen die Ukraine fordern.

Atomwaffen auch in China tabu 

Der Ruf nach dem Einsatz von russischen Atomwaffen gegen Ziele in der Ukraine kommt, nachdem Russland verstärkt von ukrainischer Seite bedrängt wird. Fast täglich legen ukrainische Drohnen die russische Infrastruktur lahm und setzen wichtige Öldepots selbst im tiefsten Hinterland in Brand. Auch Moskau gerät zunehmend unter Beschuss und der Unmut der russischen Bevölkerung über die Kriegshandlungen in ihrer Nachbarschaft und den ständigen Versorgungsmangel, unter anderem von Kraftstoff und grundlegenden Nahrungsmitteln, wächst. Der Einsatz von Atomwaffen gegen Kiew soll gemäß den russischen Politikern Selenskyj dazu zwingen, ein Friedensabkommen zugunsten Russlands zu unterschreiben. In China zeigt man sich empört über die Pläne und droht mit dem Entzug von zukünftiger Unterstützung, sollte Putin Waffen mit nuklearem Sprengstoff einsetzen.

Zukunft ohne Putin 

Gleichzeitig sollte Putin sich auch über den Einfluss Chinas auf die eigenen Reihen sorgen. Laut Beobachtern ist die chinesische Regierung unter Xi Jinping zurzeit dabei, einige Schritte zu unternehmen, um sich aktiv in die Nachfolge Putins einzumischen. Demnach sind chinesische Funktionäre unter Anweisung ihres Staatschefs gerade dabei, Kontakte unter den russischen Kollegen zu knüpfen und den Einfluss Chinas in den politischen Kreisen in Moskau zu erweitern. Laut Insiderberichten glaubt die chinesische Regierung schon längst nicht mehr an einen russischen Sieg in der Ukraine und bereitet sich zurzeit auf eine Zukunft ohne Wladimir Putin vor.

Kommentare anzeigen

  • Putin hat ausgedient!
    Er hat sich in maßloser Selbstüberschätzung und Machtgier verzockt. Das fällt ihm nun gerechterweise auf die Füße.

  • Wieso nur zu gehen? Der gehört vor den internat. Gerichtshof in Den Haag!

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Alexander Grünstedt