Unsicherheiten um die neuen Omikron-Booster: Städte reagieren mit Impfstopp

Der neue Omikron-Impfstoff ist da und viele Ärzte haben schon mit den Auffrisch-Impfungen losgelegt. Doch in einigen Städten wurde die neue Impfkampagne sofort wieder gestoppt. Es gibt einige Unsicherheiten um den neuen Impfstoff.

Der neue Impfstoff, der besonders gut gegen die Omikron-Variante helfen soll, wurde erst vor kurzem zugelassen. Doch in Nordrhein-Westfalen schoben viele Städte dem neuen Präparat nun einen Riegel vor. Es kam teilweise zu einem sofortigen Impfstopp.

Trotz des städtischen Impfstopps können Hausärzte den Impfstoff weiterhin nutzen. Die Sachlage ist allerdings kompliziert. Grund für den Impfstopp ist die fehlende Empfehlung der Ständigen Impfkommission StIKo. Doch unter anderem der NDR vermutet, dass es sich hierbei um ein Missverständnis handeln könnte.

Die Sachlage ist kompliziert und Gesundheitsminister Karl Lauterbach hat nicht dazu beigetragen, dass es verständlicher wird. Er selbst sagte nämlich vor kurzem live im TV: “Wir brauchen eine Empfehlung für die angepassten Impfstoffe, das ist ganz klar”. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hingegen verwies darauf, dass die StIKo seit 18. August Auffrischungsimpfungen “mit einem der zugelassenen und verfügbaren mRNA-Impfstoffe” empfehle. Dem WRD erklärte das RKI ganz konkret: „Die Verwendung dieser Impfstoffe – sobald diese verfügbar sind – bereits jetzt entsprechend der bestehenden Stiko-Empfehlung vom 18.08.2022 grundsätzlich möglich”.

Tatsächlich wurden in der Vergangenheit aber auch seitens der StIKo anders klingende Aussagen getätigt. So erklärte StIKo-Chef Thomas Mertens noch bevor die neuen Impfstoffe zugelassen waren, dass man nicht auf diese warten solle, weil es für angepasste Impfstoffe zu wenig Daten gebe. “Wir wissen aus Laboruntersuchungen, wie die Menschen auf diesen Impfstoff reagieren, wie viele Antikörper sie machen, aber es gibt keine Untersuchung zur tatsächlichen Schutzwirkung”, sagte Mertens im Gespräch mit dem BR24.

Mertens empfahl deshalb im Sommer noch, sich auf die bewährten Impfstoffe zu verlassen. “Deren Schutzwirkung, die gut ist, kennen wir mittlerweile.” Hinzu kommt, dass der neue Impfstoff für die Omikron-Variante entwickelt und getestet wurde als BA.1 im Umlauf war. Inzwischen ist aber Omikron BA.5 die dominierende Variante. Naturgemäß kann es also noch gar nicht viele Daten geben, wie der neue Impfstoff sich aktuell auswirkt.

All diese Umstände schaffen viel Unsicherheit. Eine deutliche Aussage der StIKo könnte helfen. Letztlich geht es dabei auch um die Haftungsfrage falls es zu Impfnebenwirkungen kommt. Die Gesundheitsämter sind nämlich nur zuständig, wenn ein Impfstoff nach StIKo-Empfehlung vergeben wurde. Nach Bemessung des Gesundheitsamts NRW liegt diese für die neuen Impfstoffe nicht vor.

Ein Kommentar

  1. Das ist doch der Beweiß dafür, daß ein ganzes Volk als Versuchskaninchen mißbraucht wird, um Impfstoff aus den USA zu testen. Endlich finden sich Menschen, welche die Verantwortung übernehmen, diese Praxis zu durchbrechen. Welche Strafen werden ihnen angedroht oder gar verhängt, so wie es zuvor schon einigen Ärzten ergangen ist?

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert