Verbrechen vermutet: Langjährige Koma-Patientin gebärt Kind

Nach Jahren im Wachkoma bekam eine Frau im Pflegeheim plötzlich Wehen und gebar eine Kind. Wie die Frau geschwängert wurde, ist unklar. Die Behörden vermuten eine Vergewaltigung.

Phoenix (USA): Vor fast 10 Jahren war die Frau beinahe ertrunken und danach in ein Wachkoma gefallen. Seit dem Vorfall wird die Frau im Pflegeheim „Phoenix Hacienda HealthCare facility“ betreut. Kurz vor Neujahr bekam die Patientin plötzlich Wehen. Dabei schien bis dahin niemand zu wissen, dass sie schwanger war.

„Sie fing an zu stöhnen“ berichtete ein Zeuge gegenüber dem Sender „Phoenix CBS“ „und niemand wusste, was mit ihr los war… keiner der Mitarbeiter hatte eine Ahnung, dass sie schwanger war bis die Geburt im vollen Gange war.“ Schließlich gebar die Frau ausschließlich mit Hilfe einer der Pflegerinnen vor Ort einen gesunden Jungen. Das Kind soll laut „The Denver Post“ am 29. Dezember das Licht der Welt erblickt haben.

Das sogenannte Wachkoma ist eine Form des Komas, in welchem der Mensch Reflexe und Bewegungen zeigt, aber nicht bei Bewusstsein ist. Er befindet sich in einem Zustand zwischen der tiefen Bewusstlosigkeit und dem Wachsein, wie Gesunde es erleben. Laut Gesellschaft für medizinische Intensivpflege ist unklar, wieviel diese Menschen von ihrer Umwelt wahrnehmen.

Die Polizei ermittelt
Die lokalen Polizeibehörden bestätigten in dem Fall zu ermitteln. Nähere Details wolle man aus ermittlungstechnischen Gründen jedoch nicht preisgeben. Doch es liegt auf der Hand, dass jemand die Frau geschwängert haben muss, während sie im Wachkoma lag.

David Leibowitz, der Sprecher der Einrichtung erklärte auf Anfrage der „ABC News“, „Das Unternehmen Hacienda HealthCare steht voll und ganz dahinter, die Wahrheit über diese beispiellose Angelegenheit aufzuklären.“ In einem anderen Statement verkündete das Pflegeheim, dass eine umfassende interne Prüfung stattfinde. Prozesse, Protokolle und Mitarbeiter würden unter die Lupe genommen, um sicherzustellen, dass die Bewohner der Einrichtung so sicher und gut wie möglich versorgt würden.

Würde der Patienten nicht sichergestellt
Die Hacienda Pflegeeinrichtung macht nicht zum ersten Mal Schlagzeilen. Bereits 2013 kam ans Licht, dass Mitarbeiter „unangebrachte, sexuelle Bemerkungen“ über die Klienten von sich geben würden. Der betreffende Mitarbeiter soll Klienten außerdem in sexuelle Posen dargelegt und Patienten in intimen Situationen beobachtet haben. Er wurde schließlich entlassen und die Behörden warfen der Einrichtung vor, man habe „nicht sichergestellt, dass die Klienten…. mit Würde behandelt wurden“.