Vierjähriger Dauerschnupfen entpuppte sich als Hirnflüssigkeit

Mann litt vier Jahre unter tropfender Nase. Dann fanden die Ärzte heraus, er verlor Hirnflüssigkeit.

Greg P. aus New York tropfte vier Jahre lange die Nase, bis die Ärzte herausfanden, was wirklich die Ursache für seinen „Schnupfen“ war. In den vier Jahren konsultierte der New Yorker zahlreiche Ärzte. Die rätselten, ob es sich um eine chronische Bronchitis oder gar eine Lungenentzündung handeln könnte. Er selbst fand sich irgendwann mit der Erklärung ab, irgendeine unbekannte Allergie zu haben.

Flüssigkeit ergoss sich schwallartig aus der Nase
Greg P. beschrieb, dass die tropfende Nase seine Lebensqualität wahrlich beeinflusst hatte. Letztes Jahr sei ihm bei den Vorbereitungen zu dem in den USA wichtigen Familienfest „Thanks Giving“ plötzlich ein Schwall der Körperflüssigkeit aus der Nase gekommen und habe die Party ruiniert. „Ich habe eine Mahlzeit zubereitet und in der Küche gestanden und das hat sich einfach in die Zutaten ergossen – das hat das ganze Abendessen vermasselt“, berichtete der New Yorker gegenüber dem amerikanischen Fernsehsender „ABC News“.

Dann bekam er kaum noch Luft
Als Greg P. zur tropfenden Nase einen schweren Husten bekam und deshalb kaum noch atmen, geschweige denn schlafen konnte, begab er sich in ein Krankenhaus. Die Ärzte des renommierten Mount Sinai Hospital in New York untersuchten den Mann mit der triefenden Nase gründlich und fanden heraus, dass ihm Hirnflüssigkeit durch die Stirnhöhlen tropfte.

Durch einen minimalinvasiven Eingriff konnten die Ärzte die undichte Stelle schließen und sein Leid beenden. Doch die Geschichte hätte ganz anders ausgehen können. Der behandelnde Arzt Dr. Alfred Iloreta erklärte im Interview mit dem US-Sender „ABC News“, dass die tropfende Hirnflüssigkeit lebensgefährliche Krankheiten auslösen könne. „Es können von der Nase Bakterien zum Gehirn gelangen und dort Krankheiten, wie zum Beispiel Meningitis, auslösen.“, so der Mediziner

Liquorverlustsyndrom
Das beschriebene Phänomen nennt sich Liquorverlustsyndrom. Bei dieser Erscheinung läuft die Hirnflüssigkeit aus, also die Flüssigkeit, die das Gehirngewebe umgibt. Durch ein Loch im umgebenden Gewebe des Gehirns tropft die Körperflüssigkeit ins Ohr oder die Nase. Die Ursachen für das Syndrom können laut der Non-Profit-Organisation Cedars-Sinai vielfältig sein. In manchen Fällen sei der Grund unbekannt. Es könne jedoch auch die Folge einer Kopf- oder Wirbelsäulenverletzung, eines Tumors oder eines medizinischen Eingriffs sein. Bei Greg P. ist die Ursache bisher nicht bekannt.