

Die Bürger sind darauf schlichtweg nicht vorbereitet. In den kommenden Tagen werden Millionen von Haushalten mit einem Naturschauspiel konfrontiert sein, das selbst den Stärksten unter uns mit Entsetzen erfüllen könnte.
Stellen Sie sich eine dichte, sich windende Insektenmasse vor, die sich so weit erstreckt, wie das Auge reicht. Sie bedecken Bäume, Büsche, Straßen und Autos – ein Anblick, auf den sich Millionen von Deutschen in den kommenden Tagen einstellen müssen.
Unfassbares Naturschauspiel: „Apokalyptische“ Insektenmasse
daswetter.com schreibt von einer „apokalyptischen Masse“: Hunderte Millionen Insekten und mehr, die sich gleichzeitig zu gigantischen Schwärmen formieren. Die Rede ist vom Waldmaikäfer.
Aber Waldmaikäfer sind doch harmlos, sogar niedlich? Größtenteils harmlos, ja. Die gefräßigen Larven der Käfer können insbesondere jungen Bäumen erheblichen Schaden zufügen, doch für den Menschen stellen weder Käfer noch Engerlinge eine direkte Gefahr dar. Experten warnen jedoch, dass die für dieses Jahr erwartete Käfermenge Chaos auf den Straßen verursachen könnte, da die dichten Schwärme die Sicht behindern können, wenn sie gegen Windschutzscheiben und Helme prallen, und dazu führen, dass Autofahrer und Motorradfahrer die Konzentration auf die Straße verlieren.
Laut NABU ist dieses Schauspiel, das alle vier Jahre stattfindet, zwar beunruhigend, wenn man unerwartet darauf stößt, aber keineswegs unnatürlich. Tatsächlich stellen die Käfer eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel und andere Tiere dar. Das Einzige, was überrascht, ist die schiere Anzahl der Käfer, die in diesem Jahr schlüpfen könnten. Aufgrund veränderter Bodenfeuchtigkeitsverhältnisse in einigen Gebieten finden die Larven ideale Bedingungen vor. Wie daswetter schreibt, könnten allein im Hessischen Ried bis zu 500 Millionen Käfer schlüpfen. Glücklicherweise ist das Phänomen nur von kurzer Dauer und erstreckt sich auf wenige Tage Ende April und Anfang Mai.
RKI schlägt Alarm: FSME-Gefahr wächst
Es gibt jedoch andere Lebewesen, die sich zu dieser Jahreszeit stark vermehren und über die wir uns Sorgen machen sollten. Forschern zufolge könnte 2025 einen neuen Höchststand an Fällen von Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) verzeichnet haben, und auch in diesem Jahr bleibt die Gefahr bestehen. Aufgrund der vorherrschenden wärmeren Wintertemperaturen, so warnt das RKI, sind Zecken nun das ganze Jahr über aktiv. Das bedeutet, dass die Population im Frühjahr schnell wachsen kann und 2026 durchaus ein noch schlimmeres Jahr für Zecken werden könnte.
Wie das RKI mitteilt, gibt es in Deutschland mittlerweile 185 FSME-Hochrisikogebiete. Die Karte ist hier auf der Website des RKI zu finden. Einige Forscher sind mit dieser Einstufung nicht einverstanden und argumentieren, dass aufgrund der Ausbreitung krankheitsübertragender Zecken eigentlich ganz Deutschland als Hochrisikogebiet betrachtet werden sollte. Unabhängig davon wird den Bürgern empfohlen, bei jedem Ausflug in die Natur größte Vorsicht walten zu lassen. Tragen Sie geschlossene Kleidung und überprüfen Sie sich regelmäßig auf krabbelnde Zecken. Auch Insektenschutzmittel werden empfohlen. Wenn Sie in einem FSME-Hochrisikogebiet leben oder viel Zeit im Freien verbringen, sollten Sie eine FSME-Impfung in Betracht ziehen.