

Die Urlaubszeit neigt sich für die meisten dem Ende zu und viele kommen mit einer respektablen Sammlung an Urlaubsbildern auf dem Handy oder in der Kamera nach Hause. Dabei steht der Gedanke nahe, diese mit der Familie und Freunden auf sozialen Netzwerken zu teilen. Leider sind sich auch eine neue Art von Cyberkriminellen darüber im Klaren, und haben schon herausgefunden, wie sie aus dem harmlosen Urlaubsglück der ahnungslosen Heimkehrer Kapital schlagen können. Zurzeit grassiert international eine heimtückische Betrugsmasche, die Urlaubsheimkehrer teuer zu stehen kommen könnte. Künstliche Intelligenz spielt dabei eine nicht unerhebliche Rolle.
KI findet ihren Urlaubsort
Laut Berichten von Urlaubern und Banken erhöht sich die Anzahl von betrügerischen SMS, die mit den Worten beginnt: „Wir haben während Ihrer Reise ungewöhnliche Aktivitäten festgestellt – bitte überprüfen Sie dies umgehend.“ In der Nachricht enthalten ist der exakte Urlaubsort, an dem sich die Urlauber zuvor aufgehalten hatten. Die meisten überlegen sich deshalb sofort, wo sie ihre Zahlkarte im Ausland genutzt haben, und klicken auf den Link, um die Angaben anhand der Eingabe ihrer Kartendetails zu überprüfen. Dabei übersehen sie aber, dass die eigentliche Gefahr auf der gefälschten Zahlungsinstitut-Website der Betrüger liegt, die die SMS herausgeschickt haben. Wenn die von den betrügerischen SMS Betroffenen sich wundern, wie die Scammer wussten, wo sie in Urlaub waren, zeigt sich, dass Cyberkriminelle dafür KI in Anspruch nehmen. Spezielle KI zur Bilderkennung kann nämlich innerhalb von Sekunden und nur anhand eines klitzekleinen Ausschnitts des Hintergrunds auf dem Foto herausfinden, wo es aufgenommen wurde.
Bundespolizei mit Aktion gegen Posting von Urlaubsfotos mit Kindern
Gleichzeitig hat auch die Bundespolizei eine Aktion gestartet, in der sie davor warnt, Urlaubsbilder von Kindern ins Netz zu stellen. Mit dem Slogan „Kinder sind kein Content“ weist die Polizei darauf hin, dass selbst harmlose Aufnahmen, die auf sozialen Medien gepostet werden, unangenehme langfristige Folgen haben können. Dabei hilft es nicht, die Gesichter der Kinder hinter Emojis zu verstecken, denn die neuesten KI-Technologien können diese Schutzmaßnahmen bereits umgehen. Kriminelle laden die Bilder herunter, bearbeiten sie und schicken sie im schlimmsten Fall mit sexualisiertem Inhalt wieder zurück ins Netz. Die Polizei macht deshalb darauf aufmerksam, dass für die Veröffentlichung von Bildern von Kindern im Internet alle Erziehungsberechtigten zustimmen müssen. Ist das Kind über sieben Jahre alt, muss auch es zuvor um Erlaubnis gebeten werden.