Wegen Corona: Masern-Infektionen weltweit auf dem Vormarsch

Seit dem März 2020 hat das Coronavirus die Welt in Atem gehalten. Der Focus auf die Bekämpfung anderer Krankheiten ging dabei merklich zurück und macht sich nun unter anderem in stark steigenden Fällen von Masernerkrankungen bemerkbar. Die Ansteckungsgefahr für ungeimpfte Menschen dabei ist extrem hoch.

Nachdem die Corona-Pandemie nach und nach ihre Gefährlichkeit verloren hat, kommen nun andere Probleme auf die Welt zu. In den Monaten Januar und Februar haben sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO die Zahlen der Maserninfektionen dramatisch erhöht. Um sagenhafte 79 Prozent stiegen die Fälle im Vergleich zu selben Zeitraum im vergangenen Jahr.

Und dies lässt sich direkt auf die Corona-Pandemie zurückverfolgen, denn durch die zahlreichen Beschränkungen bis hin zu den Lockdowns konnten viele präventive Arztbesuche nicht vorgenommen werden. Die amerikanische Seuchenschutzbehörde CDC hatte in diesem Zusammenhang bereits im vergangenen Jahr davor gewarnt, dass weltweit etwa 22 Millionen Kinder nicht gegen die heimtückische Krankheit geschützt seien.

Die WHO weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Mittel, die den Ländern für die Masernbekämpfung zur Verfügung standen nun, zur Eindämmung der Corona-Pandemie verwendet wurden. Zudem stiegen auch die Gesundheitsrisiken durch weltweite Konflikte, Kriege und die damit einhergehende Vertreibung von Menschen aus ihren Heimatregionen. Besonders betroffen waren davon die Ukraine, Äthiopien, Somalia und auch Afghanistan.


Fehlende Schutzimpfungen, insbesondere gegen Masern, werden in den nächsten Jahren zu einem großen Problem. Kommt es aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr (diese ist um ein vielfaches höher als bei Omikron) zu einer Infektion, so können Masern sowohl bei Kinder als auch bei Erwachsenen erhebliche Folgeschäden oder gar den Tod hervorrufen.

Ein Beispiel aus Samoa verdeutlicht die damit einhergehenden Probleme. Eine Masernepidemie im November und Dezember 2019 führte dazu, dass sich über 5.500 Menschen mit der Krankheit infizierten. Sage und schreibe 2.000 Menschen waren von den Symptomen stark betroffen und mussten in einem Krankenhaus behandelt werden. Über 80 der Patienten verloren dabei ihr Leben. Die Pandemie konnte sich so schnell ausbreiten, weil lediglich 30 Prozent der Inselbewohner gegen das Virus geimpft waren. Geendet hat der Schrecken dadurch, dass Hausärzte von Haus zu Haus gingen und die Bewohner vor Ort impften.

Auf Samoa haben sich gleich zwei Effekte gezeigt. Einerseits ist die Ansteckungsgefahr sehr hoch, doch schützt eine Impfung effektiv gegen das Virus. Die bestehenden Lücken in der Absicherung müssten daher nach Ansicht der WHO schnellstmöglich geschlossen werden, denn es besteht eine realistische Chance, die Masern weltweit auszurotten.

5 Kommentare

  1. Masernimpfung macht im Vergleich zu Covidimpfungen wirklich einen Sinn. Eine einzige Impfung bietet ein ganzes Leben lang einen Schutz gegen Masern.

  2. Der Sinn in den Coronaimpfungen liegt vielleicht darin bei einer Erkrankung einen milden Verlauf zu haben. Denk mal darüber nach.

  3. Aber anscheinend eignen sich auch die Maser gut dazu, die Pandemie-Panik weiter am Laufen zu halten. Denn, was soll diese Aussage bewirken, was ist die “Message”??????

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