Wetter: Hurrikan „Ida“ bringt Hitzehammer nach Europa

Bisher ist der Sommer in Deutschland sprichwörtlich ins Wasser gefallen. Das scheint sich nun ins Gegenteil verkehren. Hurrikan „Ida“ wirbelt warme Luft nach Europa. Bis zu 30 Grad können es am Sonntag werden.

„Der Sommer dreht voll auf“, sagt Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. Schon am Wochenende könnten die Temperaturen die 30 Grad-Marke knacken, am Montag ist noch mehr drin, so der Meteorologe.

Laut seiner Prognose kommt der Sommer vor allem im Westen Deutschlands zurück. Zu erwarten ist ein klarer, blauer Himmel mit warmer, praller Sonne.

Hurrikan „Ida“ wirkt auf beiden Seiten des Atlantiks

Dieses Sommer-Comeback schwappe mit dem Hoch „Gaya“ über Europa, ausgelöst durch die Verwirbelungen auf dem Atlantik auf der Bahn von Hurrikan „Ida“. An der US-Westküste hat dieser viel Regen und Zerstörung über die Städte gebracht. Zuletzt erwischte es New York mit Regen in Rekordstärke.

„Wir erleben heute Abend ein historisches Wetterereignis mit Rekordregen in der ganzen Stadt, brutalen Überschwemmungen und gefährlichen Bedingungen auf unseren Straßen“, twitterte der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio und warnte die Bevölkerung vor überschwemmten Straßen und U-Bahntunneln. Darüber hinaus wurden am Donnerstagabend Stromausfälle gemeldet. In mehr als 5000 Haushalten ging das Licht aus.

Zuvor hatte Hurrikan „Ida“ in New Orleans schwerste Zerstörungen hinterlassen. Der Sturm war am Sonntag mit zweithöchster Stufe auf die Küste getroffen, hat Dächer abgerissen und Überflutungen verursacht. Mehr als eine Millionen Menschen verloren den Zugang zum Stromnetz. Der Wiederaufbau von Häusern und Infrastruktur werde voraussichtlich Monate dauern, erklärte der Gouverneur von Louisiana, John Bel Edwards.

„Normaler“ Winter in Europa

Inzwischen gebe es auch für den Winter die ersten Prognosen, teilte Jung mit. Der US-Wetterdienst ist diesbezüglich immer sehr schnell. Dieses Jahr ist sein Ergebnis eine kleine Sensation: „Zum ersten Mal seit Jahren rechnet der US-Wetterdienst im Vorfeld nicht mit einer größeren, positiven Abweichung.“ Heißt: In den vergangenen Jahren gingen die Wetterexperten in Amerika immer von einem außergewöhnlich milden Winter aus. Dieses Jahr jedoch sagen die Wettermodelle einen Winter mit durchschnittlichen Temperaturen voraus, schildert Jung. Schon der Dezember werde „gefühlt auf jeden Fall ein eher kalter Wintermonat“.

Im Vergleich zu den vergangenen Jahren werde dieser Winter uns vermutlich als einer der kühlsten und längsten Winter seit langem erscheinen, meint der Meteorologe. Allerdings gibt er zu bedenken, dass diese frühen Berechnungen noch keine, ernste Prognose darstellen sondern einen Wettertrend.

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3 Kommentare

    1. Oh Herr Langer – sie sollten es besser wissen:
      DER WETTERBERICHT NACHT NOCH LANGE KEIN WETTER!
      Oder doch? Weil sie es glauben, wenn sie es sehen? 😎

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