Autounfall auf der Autobahn

Wieder ein Raser: Politiker-Nichte tot!

Gülhan Abaci (30), die Nichte eines Hamburger SPD Politikers musste sterben, weil ein betrunkener BMW-Fahrer ihren Smart mit 200 km/h von hinten rammte. Das Auto der jungen Frau wurde laut BILD über 300 Meter über die Fahrbahn geschleudert. Die junge Frau erlag ihren Verletzungen, nachdem sie aus dem zertrümmerten Auto geborgen war.

Der Onkel des Opfers, SPD-Politiker Kazim Abaci (52), antwortete der BILD-Zeitung dazu: „Am Mittwochmorgen habe ich von meiner Schwester erfahren, was passiert ist. Wir sind dann zusammen ins Krankenhaus. Das ist nicht einfach zu fassen. Wie kann man nur mit 2,2 Promille und solcher Geschwindigkeit auf der Autobahn unterwegs sein. Man gefährdet nicht nur sich selber, sondern auch andere. Wir wollen jetzt erstmal in Ruhe trauern. Ich kann leider das Leben von Gülhan nicht zurückholen.“

Nur leichte Verletzungen trägt der BMW-Fahrer davon. Im Krankenhaus wurde dann festgestellt, dass der 32-jährige Todesraser 2,2 Promille im Blut hatte. Gegen ihn wird nun ermittelt.

Es wäre nicht der erste Todesfahrer der einer harten Strafe entgegen sieht. 2016 gaben sich zwei Raser mitten in Berlin ein Wettrennen und hatten dabei mit 160 km/h einen Jeep gerammt. Der Fahrer des angefahrenen Autos starb noch vor Ort. Das Landgericht verurteilte die Fahrer damals wegen Mordes, weil sie das Tötungsrisiko bereitwillig in Kauf genommen hätten. Dieses Jahr hob der Bundesgerichtshof die harte Strafe auf. Der Fall wird weiterhin verhandelt.

Die Gerichte zeigen eine Tendenz Raser immer härter in ihre Schranken zu weisen. Erst diese Woche wurde der „Gotthard-Raser“ dazu verurteilt, seine Freiheitsstrafe in Deutschland abzusitzen. Der Ludwigsburger war 2014 mit 200 km/h durch den Gotthard-Tunnel gerast und hatte sich mit seinem Raserverhalten öffentlich gerühmt. Die Schweizer Behörden hatten ihn wegen „Gefährdung des Lebens und wiederholter grober qualifizierter Verletzung der Verkehrsregeln“ zu einer Freiheitsstrafe von 30 Monaten verurteilt und die Vollstreckung bei den deutschen Behörden beantragt. Wie der SPIEGEL berichtet, genehmigte das Oberlandesgericht diesen Antrag am Mittwoch. Er ist damit rechtskräftig.