

Nach dem verheerenden Terroranschlag am Christopher Street Day läuft eine wilde Verfolgungsjagd durch Berlin und Umgebung. Gesucht wird der mutmaßliche Täter, Abdul Ballout.
Offizielle Warnung an alle Bürger: Derzeit wird mit Hochdruck nach dem Terrorattentäter Abdul Ballout (21) gesucht. Der gebürtige Berliner sorgte bekanntlich beim Christopher Street Day für ein Blutbad. Der polizeibekannte Mann war erst im Mai aus dem Jugendarrest entlassen worden. Er wird der islamistischen Szene zugerechnet. Er saß wegen schwerer Körperverletzung und räuberischer Erpressung. Der junge Mann hat libanesische Wurzeln und dürfte sich online radikalisiert haben. Derzeit läuft eine Öffentlichkeitsfahndung, wie der Polizeisprecher Florian Naht bekanntgab.
Anschlag mit Auto kaum abzuwehren
Zwar waren die Straßen beim Christopher Street Day mit Absperrungen und Pollern gesichert. Aber ein Anschlag mit einem Auto ist laut Experten kaum zu verhindern. Beim großen Tiergarten, wo der Anschlag geschah, war die lückenlose Sicherung nicht möglich. Genau dort hatte der Täter zugeschlagen, bevor ein Baum seiner Amokfahrt ein Ende setzte.
Bitte keinesfalls ansprechen!
Abdul Ballout verletzte einige Menschen mit einem Messer und flüchtete danach zu Fuß. Derzeit läuft die Großfahndung in vollen Touren. Die Polizei warnt alle deutschen Bürger dringend, ihn anzusprechen. Der Mann gilt als äußerst gefährlich. Zudem ist noch nicht abschließend geklärt, ob es Mittäter gab.
Viele Feiernde dürften gar nichts von dem Anschlag mitbekommen haben. Als die Veranstaltung gegen zweiundzwanzig Uhr aufgelöst wurde, nannte die Polizei in ihren Durchsagen keine Gründe für das Ende der Party.
Fahndung europaweit
Die Bilanz ist tragisch: Eine Frau starb noch an Ort und Stelle. Sechzehn Personen wurden verletzt, acht davon schwer, drei schweben nach wie vor in Lebensgefahr. Für seine Schreckenstat hatte der Täter einen weißen Kleinbus angemietet. Die Großfahndung läuft aktuell in einigen europäischen Ländern gleichzeitig.
Der Täter ist eins neunzig groß und schlank, wer ihn sieht, sollte umgehend die Polizei verständigen und nicht selbst tätig werden.