Zwei Tote bei Ferrari-Unfall: Insassen verbrannt

Drama in der Lüneburger Heide: Am Sonntag verbrannten zwei Männer in einem Ferrari. Das Fahrzeug war mit über 200 km/h unterwegs. Dann verlor der Fahrer die Kontrolle.

Der Ferrari soll mit 220 km/h über die A27 geschossen sein, dann platzte plötzlich ein Reifen. Ein Polizeisprecher, der sich zu dem Unfall äußerte, erklärte, dass diese hohe Geschwindigkeit an der betroffenen Stelle bei Walsrode auf der A27 Richtung Bremen erlaubt sei.

Mit dem Reifenplatzer verlor der Fahrer die Kontrolle über den Sportwagen. Das Fahrzeug geriet ins Schlingern, durchbrach erst die Mittelleitplanke, dann die Seitenbegrenzung. Abseits der Autobahn streifte der Ferrari noch mehrere Bäume bis er schließlich im Graben liegen blieb. Der Wagen hatte sich jedoch entzündet. Bis die Feuerwehr am Unfallort ankam, war der Ferrari völlig ausgebrannt. Die beiden Männer waren im Fahrzeug verbrannt und konnten nur noch tot geborgen werden.

Nach Polizeiangaben konnte einer der beiden Männer bereits identifiziert werden. Es handelt sich demnach um einen 57 Jahre alten Mann aus Bad Oeynhausen. Das zweite Todesopfer konnte noch nicht identifiziert werden.

Schrecklicher Anblick
Die Feuerwehr Heidekreis schrieb auf ihrer Facebook-Seite: „Den Einsatzkräften bot sich bei Ankunft ein schreckliches Bild, auf mehrere hundert Meter lagen die Trümmer des Fahrzeuges verteilt auf der Autobahn“. Der heftige Unfall schockierte selbst erfahrene Einsatzkräfte. „Es war sofort zu erkennen, dass den Insassen nicht mehr zu helfen war“, sagte der Sprecher der Kreisfeuerwehr im Heidekreis, Jens Führer. „Die seelische Belastung der Einsatzkräfte ist bei einem so schweren Unfall groß, denn die Bilder werden die ehrenamtlichen Kräfte niemals wieder los.“

Wenn der Reifen platzt
Statistisch gesehen passieren jedem Autofahren rund alle 150.000 Kilometer eine Reifenpanne. Wenn dies während der Fahrt passiert, besteht immer die Gefahr, die Kontrolle über das Fahrzeug zu verlieren. Der ADAC rät im Falle einer Reifenpanne während der Fahrt, Ruhe zu bewahren und das Auto mit eingeschaltetem Warnblinker ausrollen zu lassen. Eine starke Bremsung könne den Reifenschaden verstärken und die Situation damit verschlimmern.

Ein Reifenpatzer kündigt sich jedoch meistens an: Das Fahrzeug beginnt zu „schwimmen“ oder zu rütteln. Wer diese Anzeichen bemerkt, sollte das Fahrzeug sofort kontrolliert anhalten und den Reifen austauschen. Als häufige Ursache für Reifenplatzer während der Fahrt gilt eine Kombination aus hoher Geschwindigkeit und zu niedrigem Reifenluftdruck.