Die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman, hat Forderungen nach einer pauschalen Nennung der Nationalität von Tatverdächtigen zurückgewiesen.
„In der Berichterstattung kommt die Herkunft der Tatverdächtigen oft nur dann vor, wenn es sich um bestimmte Ausländer handelt“, sagte Ataman der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Mittwochausgaben). „Das kann zu verzerrten Bildern führen, die das rassistische Stereotyp von `kriminellen Ausländern` bedienen und Diskriminierung begünstigen.“
Zuvor hatte FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai gefordert, dass Behörden künftig bei Auskünften über Straftaten generell die Nationalität der Tatverdächtigen nennen sollen. In Nordrhein-Westfalen lässt Innenminister Herbert Reul (CDU) bereits eine entsprechende Änderung des Melde-Erlasses für die Polizei erarbeiten.
„Die pauschale Nennung von Nationalitäten verspricht nur vermeintlich Transparenz“, sagte Ataman weiter. „Erkenntnisse aus der Kriminalitätsforschung zeigen, dass Herkunft oder Nationalität allein keine Straftaten erklären.“ Wenn die Nationalität genannt werde, vermittele das den Eindruck, dass es einen Zusammenhang zur Straftat gebe.
„Die Nationalität sollte nur genannt werden, wenn sie für die Aufklärung und das Verständnis der Tat relevant ist“, sagte sie.
dts Nachrichtenagentur
Foto: Ferda Ataman (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
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Ich sehe nichts diskriminierendes darin, wenn auch das Land genannt wird. Denn seien wir mal ehrlich, Attacken mit Messern und anderen Waffen haben zugenommen. Diskriminierend wäre für mich, wenn ein ausländischer Mitbürger für ein und dieselbe Straftat höher bestraft würde, als ein Deutscher.
Haben Sie, Frau Ataman, Angst, daß bekannt wird, wieviele Kriminelle Taten von ausländischen Migranten, Asylsuchenenden oder Wirtschaftsflüchtlingen getätigt werden?
Was soll denn diese pseudokriminalistische Aussage? Natürlich lässt nicht allein die Nationalität einen Rückschluss auf den Vorfall zu. Aber vielleicht hilft es gegen die häufig strapazierte Statistik (evtl. "Fakenews"?) "es sind überwiegend Ausländer", wenn bei allen angesprochenen Personen die Nationalität
(AUCH die deutsche !!) angegeben wird.