

Nach dem katastrophalen Einbruch in eine Sparkasse Ende letzten Jahres – wie konnte das jetzt nur passieren? Die Polizei fahndet mit Hochdruck, nachdem die nächste Sparkasse in NRW geplündert wurde. Hier ist, was bisher bekannt ist.
Die Dreistigkeit der Täter kennt keine Grenzen: Mehrere Schließfächer einer Sparkasse wurden am helllichten Tag und während der Öffnungszeiten geplündert. Dennoch scheinen die Täter spurlos verschwunden zu sein. Die Polizei bittet nun die Bevölkerung um Mithilfe.
Täter spazierten einfach herein
Der Diebstahl ereignete sich am frühen Montagnachmittag: Gegen 12:25 Uhr betraten zwei Männer die Sparkasse in der Marktstraße im Mönchengladbacher Stadtteil Rheydt. Sie begaben sich in den Raum, in dem die Schließfächer untergebracht sind – 1.700 an der Zahl – und verbrachten dort die nächste halbe Stunde.
Offenbar ungestört gelang es den Tätern, 29 Schließfächer aufzubrechen. Den Inhalt verstauten sie in zwei Einkaufstrolleys, die sie mitgebracht hatten. Weitere 14 Fächer wiesen Spuren von Aufbruchsversuchen auf. Bislang liegen noch keine Schätzungen zum Wert oder zur Art der gestohlenen Gegenstände vor.
Polizei bittet die Öffentlichkeit um Mithilfe
Auf dem Weg in den und aus dem Schließfachraum wurden die Täter von einer Überwachungskamera erfasst. Mit Standbildern aus diesem Videomaterial bittet die Polizei nun die Öffentlichkeit um Mithilfe. Obwohl die Täter ihre Gesichter verdeckt hatten, wird gehofft, dass sich jemand, der sich zu diesem Zeitpunkt in der Gegend aufgehalten hat, an etwas Nützliches über das Duo erinnert. Wie die BILD berichtet, trug mindestens einer der Täter auffällige Kleidung.
Die Polizei beschreibt die Männer wie folgt:
Einer trug eine violett-blaue Jacke und einen violett-blauen Anglerhut. Er trug eine Hose, die oberhalb des Knies lachsfarben und darunter braun war. Seine Schuhe schienen Arbeits- oder Wanderschuhe zu sein. Außerdem trug er einen dunklen Rucksack und zog einen schwarzen Koffertrolley hinter sich her.
Der andere Mann war etwas weniger auffällig gekleidet. Er trug ein dunkelgraues T-Shirt und darüber eine braune Jacke. Außerdem wird beschrieben, dass er hellblaue Jeans und Wander- oder Arbeitschuhe trug. Sein Gesicht war durch eine beige-dunkelgraue Kappe verdeckt. Auch er hatte einen dunklen Einkaufstrolley dabei.
Mögliche Zeugen und alle, die Hinweise zum Aufenthaltsort der Täter oder ihrer Beute geben können, werden gebeten, sich unter der Nummer 02161/290 bei der Kripo zu melden.
Sparkassen-Einbruch im vergangenen Dezember
Kurz nach Weihnachten im vergangenen Jahr erhielten Tausende von Sparkassen-Kunden die schlimmstmögliche Nachricht: Kriminellen war es gelungen, den Inhalt von 3.100 Schließfächern zu entwenden. Es wird vermutet, dass sie sich über eine Tiefgarage und ein Archiv Zugang zum Raum verschafft hatten, bevor sie mit einem Kernbohrer in den Tresorraum selbst einbrachen. Die Tat wurde tagelang nicht entdeckt. Bis heute muss sich die betroffene Sparkasse Gelsenkirchen vor Gericht gegenüber ihren verärgerten Kunden verantworten, die der Meinung sind, dass bessere Sicherheitsvorkehrungen hätten getroffen werden müssen. Die Täter sind bis heute auf freiem Fuß.