

Für viele Urlauber bringen die Ferien im Süden Europas nicht nur Sommer, Sonne und Strände, sondern auch Begegnungen mit neuen Kulturen, und auch deren Krankheiten. Während in Afrika zurzeit das tödliche Ebola-Virus wütet und dafür sorgt, dass die Friedhöfe in den heimgesuchten Regionen nicht mehr ausreichen, kommt aus Europa eine andere gefährliche Bedrohung für die Gesundheit. In diesem Zusammenhang hat das Auswärtige Amt gerade schwerwiegende Reisewarnungen für mehrere Länder herausgegeben und fordert Reisende aus Deutschland dazu auf, sich bei Besuchen in den betroffenen Ländern konsequent zu schützen. Dabei handelt es sich zumeist um Maßnahmen, so viel Haut wie überhaupt möglich beim Aufenthalt im Freien zu bedecken.
Süd- und Osteuropa am schlimmsten betroffen
Bei der Infektionskrankheit handelt es sich um das West-Nil-Fieber, das zurzeit in südeuropäischen Ländern wie Italien, Griechenland und Frankreich grassiert. Das Virus wird ausschließlich durch Stechmücken übertragen und tritt zumeist in den Sommermonaten auf. Die neuen Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes gelten spezifisch für Italien, Griechenland, Rumänien und Nordmazedonien, wo in diesem Sommer bereits erhöhte Fallzahlen bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) registriert wurden. In den Reisewarnungen empfiehlt das Auswärtige Amt, dass Urlauber sich „insbesondere tagsüber und in der Dämmerung vor Mückenstichen schützen“ sollen. Zu den Schutzmaßnahmen gehören „körperbedeckende Kleidung“ und gewisse Insektenschutzmittel. Über Nacht könnte es in betroffenen Gebieten von Vorteil sein, unter einem Moskitonetz zu schlafen.
Todesfälle in Italien
Im Gegensatz zu anderen Viruskrankheiten wird das West-Nil-Fieber nicht durch eine einzige Stechmücke übertragen, sondern durch fast alle Arten der Plagegeister. West-Nil-Fieber macht sich durch grippeähnliche Symptome bemerkbar, wird aber oft fälschlich als Influenza diagnostiziert. Während die meisten gesunden Menschen keine weiteren Langzeitschäden von einer West-Nil-Fieber-Erkrankung davontragen, kann sich die Krankheit in einigen Fällen als tödlich erweisen. In Italien wurden im letzten Jahr 33 Todesfälle als Resultat des West-Nil-Virus registriert, die Dunkelziffer könnte aber weit höher liegen. Das Virus tritt jetzt in fast allen europäischen Ländern auf aund wurde in Berlin bereits als „heimisch“ kategorisiert.