ARD verplant sich um eine halbe Milliarde Euro

Der Bayerische Rundfunk, der zur ARD gehört, hat nun ein großes Problem mit der Bezahlung der Pensionen seiner Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Laut dem Rechnungshof hat der Sender viel zu wenig Geld zurückgelegt, um die Pensionszusagen am Ende auch halten und bezahlen zu können. Wie viel weniger? Sage und schreibe knapp eine halbe Milliarde Euro! (Genauer gesagt 465 Millionen Euro).

Die Tendenz ist sogar weiter steigend, weil kontinuierlich Bedarfe da sind, aber nicht mehr zurückgelegt wird. Der Sender muss deswegen unbedingt einen Sparkurs fahren bzw. noch weiter verschärfen. Dazu gehört das Abbauen von Stellen und der Verzicht der Beförderungen von Besserverdienern.

Wirtschaftsexperte Prof. Jan Schnellenbach von der Technischen Universität Cottbus sagt zu diesem Szenario: „Wenn ein privates Unternehmen so wirtschaften würde, wäre die Pleite nicht mehr zu verhindern.“


Am Ende stellt sich jetzt aber auch die Frage, wer dieses finanzielle Loch stopfen muss? Angeblich will es der Sender erst einmal selbst versuchen. Im Gespräch mit der BILD Zeitung erklärt BR-Verwaltungsratschefin Ilse Aigner (CSU): „Nun werden wir weiter daran arbeiten, konsequent zu sparen und die Strukturen des Senders zu verschlanken.“

Nach eigenen Aussagen sieht man es beim BR aber durchaus als „herausfordernd an“.

Gelingt es dem BR nicht, die das Geld selbst aufzubringen, müssen wohl die Gebührenzahler über eine höhere Gebühr ran. Die Beitragsanhebung müsste dann aber noch von allen 16 Landtagen beschlossen werden.
Der Vorstand vom Bund der Steuerzahler, Michael Jäger, zeigt sich auf Anfrage der BILD entsetzt: „Die Aufdeckung des Rechnungshofes belegt, dass der öffentliche Rundfunk ein krankes System ist. Es muss dringend reformiert werden. Ein privater Sender müsste Bankrott anmelden. Doch das Gebührenmonster ARD lässt einfach die Rundfunkbeiträge erhöhen.“

Die ARD-Sender legen für die Pensionen ihrer Intendanten und Mitarbeiter grundsätzlich üppige Beträge zurück! Insgesamt sind es rund 8,3 Milliarden Euro. Das entspricht fast den Gebühreneinnahmen eines Jahres. Und dennoch soll es am Ende nicht reichen.

8 Kommentare

  1. Wenn man mit Geld so großzügig umgeht wie die ARD, dann bleibt so etwas nicht aus. Diese sinnlosen Talkshows, weit überhöhte Honorare für Showteilnehmer. Da moderiert einer clownmässig eine Sonntagsshow und prahlt dann schon nach kurzer Zeit, dass er sich ein teures Wohnmobil locker leisten kann.
    Hinzu kommen die Gehälter einer solchen Rundfunkanstalt für Direktoren, Abteilungsleiter , Intendanten und weitere Einrichtungen eines solchen Senders, die oft üppig ausfallen.
    Da das alles sehr leicht zu regeln ist, indem man einfach die Gebühren erhöht , kann man mit Geld großzügig umgehen.
    Offenbar kontrolliert da niemand. Beispiel bei dem rbb. Da bediente sich die Intendantin angeblich sehr großzügig selber. Wo es keine neutralen Kontrollen gibt, ist Tür und Tor für Verschwendung von Geld geöffnet.
    Gäbe es da neutrale Kontrollen, würde schon im Vorfeld auffallen, dass da etwas nicht stimmt und könnte rechtzeitig Änderungen einleiten. So aber wird es immer dabei bleiben und erst auffallen, wenn es Probleme gibt.

  2. In jedem normalen Unternehmen wären die verantwortlichen für dieses Dilemma gegangen worden.Der Selbstbedienungsladen “Öffentlich rechtlich deckt sich gegenseitig.
    Es bleibt nur rigoros ausmisten.

  3. Ich bin freiwillig nicht bereit für die Verschwendungssucht mehr Beitrag zu bezahlen.
    Sollen doch die dafür aufkommen, die sich so üppig bedient haben. Eine bessere Möglichkeit wäre jedoch die Pensionen in ihrer Höhe zu begrenzen. Dann wären die unteren Einkommemsempfänger abgesichert und die oberen würden mal die verursachte Zeche zahlen. Finde ich sozial gerecht.

  4. Wenn die Schlamperei bei den öffentlich-rechtlichen Sendern nicht endlich aufhört, wähle ich demnächst die Partei, die sich bis jetzt als einzige die Abschaffung der Rundfunkgebühren auf die Fahne geschrieben hat, obwohl ich ansonsten strikt gegen deren Aufstieg bin. Aber diese Selbstbedienungsmentalität ist einfach nicht länger hinnehmbar.

  5. Die GEZ bzw. der Rundfunkbeitrag der im Mediengesetzt von allen Ländern befürwortet wurde, hat diesen Beitrag damit begründet einen “Bildungsauftrag” gegenüber der Bevölkerung zu haben. Dieser Zwangsvertrag im “Namen der Bildung” ist mangels Kontrolle zu einem unüberschaubaren, selbst bedienenden Monster geworden, dass sich an den Geldern der Gebührenzahler bereichert. Sollte dieser Beitrag erst recht in der jetzigen Situation, nicht umgehend abgeschafft werden, haben Staat und Länder versagt. Man sollte erst einmal anfangen, dieses Monster so zu reformieren, bevor man daran denken sollte, noch einmal den Bürger zur Kasse zu bitten.
    Für die fehlenden Milliarden dieser zweifelhaften Anstalten trotz Milliarden Einnahmen durch die Gebührenzahler sollten diejenigen zur Verantwortung gezogen werden, die es haben so weit kommen lassen und die sich schamlos bedient haben.

  6. Es ist die Verteilung von unten nach oben. Die Geringverdiener zahlen die Superluxuxrenten. Sie werden dabei nicht gefragt, sondern müssen die Zahlung leisten. Wenn die Rundfunkräte nur einen Funken Anstand haben, müssen die Pensionsregelungen sofort eingefroren werden. Dies bedeutet, dass ab sofort keine exorbitanten Zuwächse erfolgen. Die Altersruhegeldregelungen müssen auf der Basis der gesetzlichen Rentenversicherung erfolgen. Die Beitragsbemessungsgrenze kann für Führungskräfte angehoben werden z.b. auf 120.000 Euro jährlich. Welche Partei wird sich das Handeln auf Ihre Fahne schreiben und Druck machen?
    Der Normalbürger fühlt sich “verarscht”!!

  7. Wir werden nur zur Kasse gebeten. Sollen mal für ein ordentliches Programm sorgen, kommen nur Wiederholungen. Das Programm von ZDF und ARD ist schon lange zu teuer, nicht erst seit der letzten Erhöhung.

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