Beliebte Süßigkeiten werden bald für immer aus den Regalen verschwinden

Traurige Nachrichten für Liebhaber von Süßigkeiten: Eine ganze Reihe von Süßigkeiten wird demnächst aus den Supermarktregalen verschwinden. Grund dafür ist, dass der Hersteller Bodeta Süßwaren GmbH Insolvenz anmelden musste. Das Unternehmen hat erklärt, dass es aufgrund der hohen Kosten keinen anderen Ausweg mehr sieht.

Bei Sachsen-Anhalts größtem traditionellen Süßwarenhersteller sind in den letzten Monaten die Kosten explodiert. Das Unternehmen hat erklärt, dass es mit den stetig steigenden Preisen buchstäblich nicht mithalten kann. Dazu gehören die steigenden Energiekosten, die alle Branchen betreffen, aber auch eine Verdoppelung der Kosten für Zutaten.

Nach Angaben des Herstellers sind die Kosten für die Rohstoffe, die die Grundlage für seine Bonbons bilden, “fast explodiert”: Zucker ist um 100 Prozent teurer geworden, Traubenzucker um 200 Prozent. Auch die Kosten für Verpackungsmaterial und Transport sind stark gestiegen.

Und so sieht sich das sachsen-anhaltinische Unternehmen, das ursprünglich vor über 130 Jahren als Beck & Schmidt gegründet wurde, gezwungen, diese Woche beim Amtsgericht Magdeburg einen “Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung” zu stellen.

Bodeta ist bekannt für die Herstellung eines klassischen Sortiments von zuckerhaltigen und zuckerfreien Bonbons, darunter Osterbonbons und Dragees. Zu den bekanntesten Produkten gehören die Eukalyptusbonbons “Euka Menthol” in der grünen Verpackung und die Himbeer- und Erdbeer-Fruchtbonbons.

Bodeta beschäftigt derzeit 120 Mitarbeiter, deren Löhne nun für die nächsten drei Monate von der Bundesagentur für Arbeit übernommen werden. Nach Angaben des Herstellers besteht noch die Chance auf eine Rettung in letzter Minute, wenn sich ein Investor findet. Nach Angaben eines Sprechers hat das Unternehmen eine Reihe von Aufträgen, braucht aber dringend das nötige Geld, um sie zu erfüllen.

Bodeta-Geschäftsführer Markus Letsch erklärt, dass alles, was nötig ist, um dem Unternehmen eine Chance zu geben, im Geschäft zu bleiben, “ein starker Partner ist, mit dem wir das Unternehmen gemeinsam für die Zukunft positionieren können”.

Ein Kommentar

  1. Gruß nach Berlin, wird nicht der letzte Produzent sein den die Sanktionen ruinieren. Nebenbei erwähnt, da Energie ja ein vielfaches kostet verdient Rußland wohl mit einem drittel so viel wie vorher insgesamt, ha, ha ,ha

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