Engpässe und höhere Preise ab 5. Dezember: Was auf Deutschland zukommt

Engpässe und höhere Preise drohen in Deutschland ab dem 5. Dezember, warnt das Wirtschaftsministerium. Ab diesem Datum treten weitere Sanktionen der EU gegen Russland in Kraft: Alle Importe von russischem Rohöl über den Seeweg in die EU werden gestoppt. Außerdem tritt ab dem 5. Februar 2023 ein zweites Embargo in Kraft.

Die EU hat ihre Pläne bereits im Mai angekündigt, so dass die Länder mehrere Monate Zeit hatten, sich vorzubereiten, aber dennoch wird der Schlag hart sein: Ab dem 5. Dezember wird ein Embargo für alle Rohölimporte über den Seeweg aus Russland in Kraft treten. Die deutsche Regierung warnt, dass es zumindest vorübergehend zu schwerwiegenden Auswirkungen kommen könnte.

Zwar wird nicht erwartet, dass die Ölpreise so hoch klettern wie in diesem Sommer, als der Preis je Barrel auf fast 120 Dollar anstieg, aber Rohstoffexperten sind der Meinung, dass der Preis je Barrel in den nächsten Wochen wieder auf 95 Dollar ansteigen könnte. Derzeit liegt der Preis bei etwa 74 Dollar je Barrel.


Es besteht auch die ernsthafte Möglichkeit, dass es zu Engpässen kommt: Die Internationale Energieagentur (IEA) schätzt, dass die EU nach Inkrafttreten des Embargos rund eine Million Barrel Rohöl pro Tag ersetzen muss. Deutschland deckt etwa ein Drittel seines Ölbedarfs mit russischem Öl.

Ein möglicherweise noch schwerwiegenderer Schlag für die Verbraucher wird das nächste Embargo sein, das am 5. Februar 2023 in Kraft tritt. Dieses zweite Ölembargo wird die Einfuhr von Ölprodukten aus Russland verbieten. Dies könnte sich insbesondere auf den Markt für Heizöl und Dieselkraftstoffe auswirken.

Derzeit kommen rund 14 % der deutschen Versorgung aus Russland. Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums wird Diesel derzeit aufgestockt, um einen starken Preisanstieg im Frühjahr zu vermeiden. Die Ökonomen der Bank M.M. Warburg warnen jedoch, dass die Dieselbestände trotzdem schon im März nächsten Jahres auf einem historischen Tiefstand sein könnten.

Foto: Raffinerie PCK in Schwedt, über dts Nachrichtenagentur

3 Kommentare

  1. Höhere Preise, Engpässe sind nicht auf den Krieg in der Ukraine zurückzuführen. All dies kommt von Sanktionen (im Auftrag unseres„Freundes“) gegen Russland – einzigartig in der Geschichte und auch sehr dumm, dass jemand nicht beim besten und billigsten Laden kauft, sondern bei einem teuren „Freund“, der auch sehr anspruchsvoll ist und gibt strenge Befehle. Ohne Sanktionen wäre es einfacher, das Geschehen in der Ukraine zu beeinflussen.
    Meine Prognose: Der Krieg wird zu Ende sein, wenn sich die „Freunde” und Putin einigen. Und dann: GUTE NACHT DEUTSCHLAND. Das sind (für weniger Dumme) sichtbare Ziele der „Freunde”.
    Chinesisches Sprichwort: Der Feind, den du nicht besiegt hast, ist dein Freund.
    Rat: Helfen, der Ukraine großzügig, aber (ohne Sanktionen) Handel mit den Russen. Uns und unsere Zukunft zuliebe.

  2. Deutschland auf dem Kamikaze-Flug gegen sich selbst (oder wie sollte man das Bestreben der deutschen Politik für das eigene Land jetzt noch anders verstehen)??
    – Selbstzerstörung –

  3. Freund oder Feind egal Wir sind die Betrogenen und müssen dafür hinhalten. Meint ihr wie schon angesprochen, der Freund welcher auch immer verschenkt seine Rohstoffe ,wer das denkt ist ein Träumer. Es dreht sich nur um das Geld,Macht und Einflussnahme.Den Habeks und wie sie Alle heissen ist das egal, aber man kann ja Alles dem Russen in die Schuhe schieben. Lieber teuer bei den (FREUNDEN) einkaufen, als den Feind zu unterstützen ein WITZ. Wenn DIE in Brüssel denken und DIE denken nicht sie tun das Richtige im Gegenteil SIE schaden uns und sich selbst.Es ist so oft gesagt worden WIR schaden uns mit den Sanktionen am meisten. Wir brauchen Rohstoffe und Öl und Gas und nicht der Feind der Russe.

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