Experte warnt: “Deutschland steht vor einer Fachkräfte-Katastrophe!”

Deutschland gehen die Fachkräfte aus. Denn immer mehr Junge entscheiden sich für ein Studium, statt für eine Berufsausbildung. Das wird schon bald dramatische Auswirkungen haben, nämlich nicht nur von einem Mangel an Fachpersonal, sondern einer wahren Katastrophe am Arbeitsmarkt.

Das sagt Friedrich Hubert Esser, Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), gegenüber WELT. Der Experte hält die aktuelle Entwicklung für alarmierend: „Insgesamt ist und bleibt die Studierneigung hoch und mindert auch weiterhin, vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung, die Zugänge in berufliche Bildung“, sagt Esser.

2007 unterschrieben noch knapp 626.000 Personen neue Ausbildungsverträge, im Vorjahr waren es laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) gerade mal noch 473.000. „Diese Entwicklung ist mit Blick auf die zukünftige Fachkräftesicherung besorgniserregend“, sagt Esser. „Ich spreche hier ganz bewusst von einer drohenden Fachkräftekatastrophe.“

Wie man dem Notstand entgegenwirken könnte, darüber streiten sich derzeit die Politiker. Laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) bräuchte die Bundesrepublik in den kommenden 40 Jahren mindestens 260.000 Einwanderer sowohl aus EU- als auch aus Nicht-EU-Ländern, um den Personalbedarf zu decken.

Deswegen soll auch eine Novelle des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes kommen, zudem erleichterte Bedingungen für Studenten und Azubis aus Nicht-EU-Ländern. Und mehr noch: Man wird gezielt um diese Menschen werben, um sie nach Deutschland zu bekommen.

Am schlimmsten wird es den sogenannten MINT-Sektor treffen: Das sind die Jobs in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. „Der Mangel an IT-Fachkräften macht den Unternehmen zunehmend zu schaffen und wird sich in den kommenden Jahren dramatisch verschärfen“, sagt Achim Berg, Präsident des Digitalverbands Bitkom.

„Der demografische Wandel führt dazu, dass signifikant weniger junge Menschen mit IT-Qualifikationen auf den Arbeitsmarkt kommen, und zugleich scheiden mehr Ältere aus einschlägigen Berufen aus“, so Berg zur WELT.

8 Kommentare

  1. Ooohhhh, welche Erkenntnis? !!!! – Schon vor 40 Jahren wusste man um diese Thematik, dass sich die Bevölkerungsdichte so entwickeln könnte, wenn man familienpolitisch und strategisch langfristig (40-60 Jahre) NICHTS dagegen unternimmt! Und genau das haben die Regierenden dieser Republik in den letzten 40 Jahren gemacht! Von Arroganz und Dummheit getrieben hat man die Entwicklung dieser Gesellschaft auf ‘s Spiel gesetzt, ohne Familienpolitik mit Anreizen zur Bevölkerungsentwicklung zu schaffen! Man kann sich der Vermutung nicht entziehen, dass dies sogar vorsätzlich geplant war! Denn gleichzeitig zur negativen Populationsdichte wurde auch das Intelligenzniveau und die physischen Eigenschaften der neuen Generationen ins Negative umgekehrt (Siehe bewiesene Übergewichtigkeit und negative Bildungsstudien)!
    Nun stellt sich die Frage, wenn man 40 Jahren lang den Schlauheiten der Regierenden vertraut hat, weil diese ja immer Recht haben und “… demokratisch regiert haben…” und plötzlich erkennt man einen riesengroßen Mangel und dann hat man schon wieder eine neue Antwort gleich parat, ZUWANDERUNG, koste es, was es wolle, am besten mit 50 % Anteil zur bisherigen Population!
    WIESO SOLLTE DIESE WIEDERUM EINFACHE ANTWORT UND REGIERENDE ANWEISUNG DIESMAL RICHTIG SEIN?
    40 Jahre lang falsche Entscheidungen und jetzt ist man plötzlich schlau?
    Man kann nur mit dem Kopf schütteln über diese wieder existente Dummheit und Arroganz, wie vor 40 Jahren!

    1. Die Regierungskaste (Politiker,Beamte,z.T.auch Angestellte im “Öffentlichen Dienst”) haftet auch bei schwersten Fehlentscheidungen niemals persönlich (s.wirecard Affäre,Flughafen BER,Bundeswehr-Beschaffung ,Corona-Impfstoff-Beschaffung und -verteilung u.v.m.) im Gegensatz zu Verantwortlichen in Wirtschaft,Handwerk,Industrie), wie Herr Winterkorn u.a. in der Abgas-Affäre bei Volkswagen.Größtes Problem der Regierungskaste:fast alle Entscheidungen werden bei immer komplexeren Problemen (Atompolitik,Zuwanderung!) schwieriger und anspruchsvoller und benötigen ausgewiesene Fachleute,die sie selbst nicht sind und noch nicht einmal qualifiziert selbst aussuchen können.Einziges Gegenmittel der Regierungskaste:bei notwendigen Entscheidungen b r e m s e n,wo immer es geht! Dann ist man immer auf der sicheren Seite!Alles kaputt diskutieren,dann ist es später keiner gewesen.Das sichert die Pfründe und reduziert Stress.

  2. “Experte” will jeder sein und die Menschen verdummen. Sollen 5 Millionen Arbeitslose ( bescheiden gesagt) alle dumm und unfähig sein? Wie viele Akademiker sind gezwungen für Hungerlohn zu arbeiten, weil ihnen gesagt wird: wenn Sie nicht wollen, gibt es hunderte Andere, die auf den Arbeitsplatz warten. Vom Facharbeitermangel reden nur solche, die es noch billiger haben wollen – am besten umsonst. Jetzt wird der Regierung gesagt, sie soll Zuwanderung erleichtern. Zu erst hat man von Facharbeitern gesprochen, jetzt will man auch Leute ins Land holen die gar keine Ausbildung haben. Schon lange sind die Politiker nur Marionetten der “Experten” und wir werden täglich von “freien” Medien verdummt. Manche sind so weit verdummt und merken es nicht mal. Ich kenne Akademiker die für Hungerlohn arbeiten und sogar Riestervertrag unterschrieben haben. Solche sind natürlich willkommen.

    1. ABGELEHNT!!! Bin weder Pastor, noch geschieden. Und ehrlich gesagt, habe die Beste gefunden – die ich nicht verdient habe.

  3. Unsere Träumer ganz oben glauben allen Ernstes, D wird ein klassisches Einwanderungsland!
    Einwanderungsland ja, aber nur wer sich in die soziale Hängematte legen will.
    Wer wirklich was erreichen will und etwas Englisch kann, geht in die USA, Kanada, Neuseeland …
    Wer nichts kann, kommt eben nach D.
    Hier aber bekommen die meisten mit Duldung u. H4 mehr Kohle als in ihren Heimatländern.
    Deutsch lernen muss man ja inzwischen auch nicht mehr bei den ganzen Parallelgesellschaften.

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