Flugzeugabsturz kurz nach Start vom Stuttgarter Flughafen

Am Samstag ereignete sich in Baden-Württemberg ein dramatisches Flugzeugunglück. In der Nähe von Stuttgart ist ein Kleinflugzeug abgestürzt. Die Polizei meldete drei Tote.

Im Kreis Böblingen (Baden-Württemberg) ist am Samstagmorgen um 9:45 Uhr ein Kleinflugzeug abgestürzt. Bei dem Unglück kamen drei Menschen ums Leben.

Bis zum Abend war die Identität der Todesopfer noch unklar. Die Absturzstelle ist dicht bewaldet und musste über Stunden unter Einsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und vielen Helfern geräumt werden.

Welche genauen Umstände zum Absturz geführt haben, war ebenfalls zunächst unklar. Die Maschine vom Typ „Piper“ ist am Samstagmorgen von Stuttgart aus Richtung Magdeburg gestartet. Kurz nach dem Start hat der Pilot sich noch bei der Flugsicherung gemeldet, bestätigte eine Sprecherin aus dem Kontrollzentrum Langen. Zu diesem Zeitpunkt waren keine Abnormitäten aufgefallen. Der Pilot hatte auch keinen Notruf abgesetzt. Wenig später war die Piper vom Radar der Flugüberwachung verschwunden.

Fünf Minuten später meldete ein Zeuge den Absturz. Etwa eine Viertelstunde später wurde die Maschine im Wald bei Steinenbronn gefunden. Drei Menschen waren an Bord, der Pilot und zwei Passagiere. Vermutlich handelt es sich dabei um die gefundenen Toten. Der Flugschreiber konnte geboren werden, meldete die Polizei am Samstag. Dessen Daten können hoffentlich Licht ins Dunkel bringen, warum das einmotorige Kleinflugzeug so kurz nach dem Start wieder vom Himmel fiel.

Die Kriminalpolizei des Präsidiums Ludwigsburg hat die Ermittlungen übernommen. Dabei wird sie von der Bundesstelle für Flugunfälle (BFU) in Braunschweig unterstützt.

Leider ereignen sich derartige Vorfälle immer wieder. Erst vor drei Wochen ist ein Kleinflugzeug im Saale-Orla-Kreis in Ostthüringen abgestürzt. Dabei kam eine Person ums Leben. In diesem Fall war der Sportflieger bei schlechter Sicht mit einer Windkraftanlage kollidiert.

Im März war ein Kleinflugzeug in Bayern abgestürzt und dabei ausgerechnet auf dem Gelände einer Kita aufgeschlagen. Zum Glück waren in der Betreuungseinrichtung zu diesem Zeitpunkt weder Kinder noch Erzieher:innen vor Ort. Der Pilot starb allerdings bei dem Absturz. Bald stellte sich heraus, dass die Maschine unerwartet in einen Schneesturm geraten war. Das Unwetter war überraschend über den erfahrenen 64-jährigen Piloten hereingebrochen. Noch kurz vor dem Start seien die Bedingungen ideal gewesen, berichtete ein Sprecher der Polizei. Der Kindergarten musste für mehrere Tage geschlossen werden, bis alle Wrackteile vollständig geräumt waren.

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Ein Kommentar

  1. Hallo,
    auch ich machte gestern einen Rundflug etwas nördlich von Stuttgart.
    Ich kann nur sagen, es war ein Abenteuer,
    der Flug war sehr unruhig, das Flugzeug ging rauf und runter und war ein Spielball der Elemente. Mein erfahrener Pilot der schon 21 Jahre fliegt sagte am Ende nur das er heute nicht mehr fliegt, da er sowas auch nicht unbedingt braucht. Ich war am Ende froh wieder Boden unter den Füßen zu haben.

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