

Wie wenig eine sogenannte Waffenverbotszone eigentlich wert ist, wenn es sich um Kriminelle handelt, hat gerade ein Blutbad in dem Kölner Vorort Mühlheim im Norden der Stadt gezeigt. Aufgrund der hohen Kriminalität in dem Gebiet wurde dort Nordrhein-Westfalens erste permanente Waffenverbotszone eingerichtet, dennoch kam es im Laufe der gestrigen Nacht zu einer wilden Auseinandersetzung epischer Ausmaße. Nicht nur wurden unzählige Schüsse abgegeben, sondern auch Messer wurden gezückt und Fäuste flogen. Das Resultat: vier Schwerverletzte, unzählige verängstigte Anwohner und eine völlig überforderte Polizei.
Polizei steht vor Rätsel
Der Vorfall ereignete sich gestern Abend gegen 22 Uhr. Aus bisher unbekannter Ursache kam es an einer Tankstelle zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Parteien. Kurz darauf hörten die Anwohner mehrere Schüsse und riefen die Polizei. Als diese am Tatort ankamen, fanden sie zwei schwer verletzte Opfer an der Tankstelle vor. Etwa 200 Meter entfernt an einem Kiosk wurden zwei weitere Verletzte entdeckt. Laut der Polizei kam es bei der Auseinandersetzung nicht nur zu dem Einsatz von Schusswaffen, sondern mehrere der Opfer wiesen auch Stichverletzungen auf. Die Innenstadt von Mühlheim wurde daraufhin weiträumig abgesperrt, um der Polizei ungehinderte Spurensicherung zu gewährleisten. Obwohl eine große Anzahl von Zeugen über Nacht und in den Morgenstunden verhört wurde, steht die Polizei immer noch vor einem großen Rätsel, wenn es um den genauen Tathergang und den oder die Täter geht.
Unklares Opfer-Täter Verhältnis
Nach Angaben einer Polizeisprecherin kam es am heutigen Vormittag zu mehreren Festnahmen, die im Zusammenhang mit dem Blutbad stehen. Bisher sei aber immer noch unklar, wer eigentlich die Schüsse abgegeben hat und wie viele. Der Grund für die Auseinandersetzung ist auch noch unklar und die Ermittler konnten noch nicht eindeutig herausfinden, wer beim Tathergang Opfer und wer Täter war. Die vier Verletzten im Krankenhaus seien nicht vernehmungsfähig und könnten deshalb vorläufig nicht zu den Ermittlungen beitragen. Obwohl noch Unsicherheit herrscht, ob der oder die Täter sich unter den Festgenommenen befindet, besteht laut der Kölner Polizei jedoch keine weitere Gefahr für die Allgemeinheit.