Göteborg: Viele Verletzte bei schwerer Explosion

Morgens um kurz vor fünf werden die Anwohner durch einen riesigen Knall aus dem Schlaf gerissen. Eine schwere Explosion hat sich zu diesem Zeitpunkt im Stadtteil Annedal in der schwedischen Großstadt Göteborg ereignet. Drei Treppenhäuser sind bei der Detonation in einem Mehrfamilienhaus zerstört worden. Aber auch mehrere Wohnungen haben erhebliche Schäden davongetragen. Zudem ist im Anschluss noch ein Feuer ausgebrochen.

Anfänglich war die Lage sehr unübersichtlich, doch waren kurze Zeit später gut 50 Einsatzwagen vor Ort. Mit Krankenwagen sind insgesamt fünf Schwerverletzte in Krankenhäuser gebracht worden. Die Leichtverletzten wurden mit einem Bus zur weiteren Behandlung abtransportiert. Zur Sicherheit war auch ein Hubschrauber vor Ort.

Anwohner aus den umliegenden Gebäuden werden noch immer in Sicherheit gebracht. Auch sollen nach Aussagen von Augenzeugen einige der Bewohner in Panik von ihren Balkonen gesprungen sein. Gegenüber Printmedien sagte der Anwohner Lars-Gunnar Wolmsjö: „Viele standen auf ihren Balkonen, einige kletterten runter, ein paar sprangen. Andere warteten, bis die Feuerwehr mit ihren Leitern da war.“ Ein Anwohner hatte ihm persönlich ein kleines Mädchen in die Hand gegeben, welches er in Sicherheit bringen konnte. Durch die starke Explosion war Wolmsjö wach geworden. Da er nicht wusste, was sich genau ereignet hatte, ging er gegen fünf Uhr nach draußen, um nachzusehen.

Aber auch andere hatten allen Grund, sich große Sorgen zu machen. So erhielt Per Bäcklund von seiner Tochter um 5.15 Uhr eine Nachricht, in der sie ihm mitteilte, dass sie ihn ganz liebe. Auf die verwunderte Frage, warum sie denn so früh am Morgen schon wach ist, antwortete sie, dass sie nicht wüsste, ob sie lebend aus dem Haus, welches in Flammen steht, herauskommt. Ihr wurde lediglich gesagt, sie solle sich auf den Boden legen und auf Hilfe warten. Schlussendlich konnte sie aber gerettet werden und zur Kontrolle in ein Krankenhaus gebracht werden.

Zum Geschehen vor Ort sagte der Einsatzleiter Lotta Molander: „Im Moment läuft ein riesiger Einsatz in einer risikoreichen Umgebung mit viel Rauch. Es brennt in mehreren Treppenhäusern, Brandwesen, Polizei und Ambulanzen arbeiten gemeinsam.“

Derzeit gibt es noch keinerlei Erkenntnisse, was zu der schweren Explosion geführt hat. Brandermittler und Polizei arbeiten aber daran, die Hintergründe aufzuklären.

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2 Kommentare

  1. Zur eingeblendeten Werbung:
    Verkauft COTOSEN etwa Klamotten, welche aus diesen brennenden Häusern geborgen wurden? 🤔
    Heutzutage scheint ja echt alles möglich zu sein. 🤨

    1. Ich hatte mal zu einem Bericht über die Explosion von einem Gasballon mit Toten und Verletzten, die Werbung für ein Bestattungsinstitut angezeigt bekommen.

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