Impfpanne: Hunderte müssen sich nochmal piksen lassen

Hunderte Personen in Deutschland müssen vermutlich eine zusätzliche Impfdosis erhalten, weil im Impfzentrum ein Fehler unterlaufen ist. Der Patzer unterlief in Bremen. 256 Menschen erhielten eine unterdosierte Impfung.

Anfang Juli ereignete sich im Bremer Impfzentrum ein Fehler bei der Vorbereitung der Impfdosen. 256 Menschen erhielten zu wenig Impfstoff und werden daher teilweise ein weiteres Mal antreten müssen und eine zusätzliche Dosis erhalten.

Hintergrund ist ein nicht-korrektes Vorgehen bei der Zubereitung der Impfdosen. Medienberichten zufolge hätten Mitarbeiter im Bremer Impfzentrum alten Impfstoff mit neuem vermischt, um eine komplette Dosis zu erhalten. Obendrein seien dabei falsche Kanülen und Spritzen miteinander kombiniert worden. Als Folge blieb ein Teil des Vakzins in den Spritzen zurück. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass die betroffenen Impflinge zu wenig Impfstoff erhielten.

Die zuständigen Gesundheitsbehörden hätten, laut News-Portal „bunt und binnen“, alle Betroffenen informiert. Diese müssten nun selbst, ggf. in Rücksprache mit deren Ärzten, entscheiden, ob eine Nachimpfung für sie sinnvoll sei. Hieber seien individuelle, gesundheitliche Faktoren zu berücksichtigen.

Die zuständigen Behörden hätte außerdem Maßnahmen eingeleitet, damit ein solcher Fall sich nicht wiederholen kann.

Planungsfehler im Impfzentrum Halle (Saale)

Weniger dramatisch aber ärgerlich ist ein organisatorischer Patzer, der sich am Wochenende im Impfzentrum Burgstraße Halle (Saale) ereignete. Dort standen Menschen am Samstag trotz Impftermin vor verschlossenen Türen. Aufgrund eines Planungsfehlers war der Impfstoff vor Ort vorzeitig aufgebraucht und das Impfzentrum musste schließen, obwohl noch Termine ausstanden.

Ein Stadtsprecher bat die Betroffenen um Entschuldigung. Man habe die Möglichkeit geschaffen, das alle versetzten Bürger einen Ersatztermin im Impfzentrum in der Heinrich-Pera-Straße erhalten können. Am Montag, Dienstag und Mittwoch ständen dort entsprechende Kapazitäten zur Verfügung.

Krankenschwester ersetzte Impfstoff mit Kochsalzlösung

Im April machte ein empörender Fall aus Friesland in Niedersachsen Schlagzeilen. Hier hatte eine Krankenschwester versehentlich eine Ampulle des Biontech-Impfstoffs fallen gelassen. Weil ihr das Malheur peinlich war, versuchte sie den Vorfall zu vertuschen und füllte sechs Spritzen mit Kochsalzlösung auf anstelle des Vakzins. Direkt schädlich war die Injektion für die Betroffenen zwar nicht, da der Impfstoff ohnehin mit Kochsalzlösung vermengt wird, aber eine Schutzwirkung brachten diese Spritzen natürlich nicht mit sich. Später gestand die medizinische Fachkraft ihre Tat dann doch einer Kollegin. So konnte der Fall aufgedeckt und die Betroffenen informiert werden. Für die Krankenschwester hatte der Vorfall berufliche und rechtliche Konsequenzen.

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Ein Kommentar

  1. Fehler können passieren. Z.B. eine Spritze fallen lassen. Dazu muss man aber stehen und auch ohne Konsequenzen stehen dürfen!
    Vertuschen geht gar nicht. Dass dann Konsequenzen folgen, ist okay.

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