

Eine Katastrophe von Seltenheitswert ereignete sich am Freitag auf einem Ryanair-Flug: Als ein Fenster brach, wurde ein Passagier bis zu den Schultern hinaus gesaugt. Er konnte gerade noch so von seinen Mitreisenden festgehalten werden.
Entsetzliche Szenen spielten sich am 10. Juli an Bord einer Boeing 737-800 von Thessaloniki nach Memmingen in Bayern ab. Bereits kurz nach dem Start soll in ungefähr 6000 Metern Flughöhe ein Fenster zerbrochen sein – vermutlich war etwas dagegen geflogen. Ein lauter Knall sei zu hören gewesen, wie eine Passagierin gegenüber BILD sagte: „Das Fenster zersplitterte. Daraufhin sind die Sauerstoffmasken heruntergekommen.“
Pilot rief „Notfall!“
Der Pilot habe dann über den Lautsprecher mehrfach „Emergency“ (dt.: Notfall) gerufen, während die Passagiere ihre Masken anlegten. Besonders schlimm traf es jenen Mann, der direkt neben dem zerbrochenen Fenster gesessen hatte. Er sei mit dem Kopf bis zu den Schultern hinausgezogen worden.
Frau hielt ihren Mann im Flieger
Laut dem Portal „Hefimerida ton Syntakton“ sei der Mann serbischer Abstammung und 61 Jahre alt. Seine verzweifelte Frau musste ihn mehrere Minuten lang an den Füßen festhalten, bevor andere Passagiere mithelfen konnten und ihn zurück ins Flugzeug zogen.
Flug musste umkehren
Über Nordmazedonien musste der Flug dann abgebrochen werden, der Pilot drehte um. Eine Stunde und 14 Minuten nach dem Start setzte die Ryanair-Maschine somit wieder in Thessaloniki auf. Der verletzte Passagier wurde in ein Krankenhaus gebracht.
Ersatzflieger sicher gelandet
Nach Angaben der Billig-Airline startete der Ersatzflieger nach Memmingen dann gegen zehn Uhr Ortszeit – mittlerweile landete er sicher. Noch ist unbekannt, wie es zu dem schrecklichen Zwischenfall in der Luft kommen konnte. Ein offizieller Kommentar seitens Ryanair-Sprecher steht noch aus.
An sich gute Sicherheitsbilanz
Trotz des Status als Billig-Airline hat Ryanair grundsätzlich eine hervorragende Sicherheitsbilanz und bisher keinen tödlichen Flugzeugabsturz mit Passagier- oder Besatzungsopfern in seiner Geschichte. Allerdings musste im Jahr 2025 ein Flug nach starken Turbulenzen in Deutschland außerplanmäßig landen; mehrere Passagiere wurden dabei verletzt.
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Ich steige in kein Flugzeug, das Boeing gefertigt hat.