Kurz vor Katastrophe: Bundeskanzler verkündet Mega-Rettungspaket mit schwerwiegenden Konsequenzen

Der Gaskürzungen aus Russland hatten fatale Konsequenzen. Der Bund schnürte nun in Windeseile ein Mega-Rettungspaket. Verbraucher werden ab September an ihrer Gas- oder Stromrechnung merken, was da passiert ist.

Bundeskanzler Scholz brach seinen Urlaub ab, um die große Krise abzuwenden. Die wichtigste Nachricht des Tages heißt: Der Bund übernimmt 30% der Anteile von Uniper. Hinter der Meldung mit dem Energieriesen, den viele Menschen nicht einmal namentlich kannten, steckt viel.

Hintergrund: Der Energiekonzern Uniper kann dem Druck auf dem Gasmarkt unter bestehenden Bedingungen nicht mehr Stand halten. Das Problem: Gas aus Russland ist immer teurer geworden. Die Kosten durfte der Konzern aber nicht voll an seine Kunden weiterreichen. Ein Gesetz schützt die Verbraucher. In der Bilanz klafft ein dickes Loch. Der Aktienkurs ist abgestürzt. Eine Pleite hätte fatale Konsequenzen gehabt. Experten sahen die Gasversorgung in Deutschland gefährdet und gesamtwirtschaftliche Konsequenzen. Von einem “Lehman-Moment” war die Rede. Darum springt nun der Bund ein.

Das Rettungspaket wird aber schon in wenigen Monaten auch beim Verbraucher ankommen. Um Uniper langfristig zu retten, soll die Gaspreisbremse gelöst werden. Schon ab September werde der Kostendruck an die Verbraucher weitergegeben. Scholz sprach von Mehrkosten zwischen 200 und 300 Euro für eine Familie.

Gleichzeitig verkündete der Kanzler Entlastung im Zuge einer Wohngeldreform. „You will never walk alone“, versicherte der SPD-Politiker. Bis Mitte September soll ein weiteres Paket auf den Weg gebracht werden, dass Verbraucher, Industrie und Energieversorger durch die Krise bringen soll.

Uniper ist Gaslieferant für große Zweige der deutschen Industrie und mehr als 100 Stadtwerke. Es handelt sich um eine Tochter des finnischen Energiekonzerns Fortum. Die Aktien von Uniper sind in den Keller gefallen. Der Einstieg und die Beschlüsse vom Bund sollen den Kurs stabilisieren. Zum 1. Oktober 2022 soll ein Mechanismus in Kraft treten, wodurch Uniper 90 Prozent der Ersatzbeschaffungskosten für alle Importeure infolge russischer Gaskürzungen an seine Kunden weiterreichen darf.

Uniper beliefert nur gewerbliche Kunden, wie z.B. die Stadtwerke vieler Gemeinden. Sie werden die neuen Preise zuerst zahlen müssen. Es ist aber nur eine Frage der Zeit, bis diese die neuen Preise an ihre Endkunden weitergeben. Dann wird der heutige Beschluss auch auf den Rechnungen von Privathaushalten sichtbar.

4 Kommentare

  1. Der Bund schnürte nun in Windeseile ein Mega-Rettungspaket.
    Es ist wie immer schnell, schnell, schnell und später wird gegrübelt und gewundert warum es nicht so wie es soll funktioniert!!! Hauptsache wir alle müssen das wieder bezahlen!!

  2. Alles ist Verdummung um eigene Fehler und Unfähigkeit zu kaschieren. Das verdummte und geteilte Volk glaubt alles.

  3. Die Hauptsache wir zahlen höhere Preise für alles. Aber Milliarden werden an zig Staaten gesandt und wir haben das Nachsehen. Unsere derzeitige Politik arbeitet zu 100 Prozent gegen uns.

  4. Alles schön und gut .Wer denkt an die Rentner ????? Es wir immer von denen gesprochen, die zur Miete wohnen und arbeiten gehen. Es gibt auch EINIGE die für die Rentenzeit vorgesorgt haben und an SPÄTER mit einem EIGENHEIM oder Wohneigentum sich, für solche jetzigen Zeiten abgesichert haben Wann kommen die verkündeten Massnahmen bei UNS Rentner an????? Sind WIR überhaupt mit eingeplant und bedacht worden?????

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