Schwerverbrechen: Mehrere Hilfsbedürftige brutal getötet

Am Mittwochabend hat sich ein Verbrechen ereignet, das schwer zu fassen ist. In einem betreuten Heim wurden mehrere Bewohner unter blutiger Gewalteinwirkung getötet. Eine Pflegerin soll die Tat gestanden haben. Der Ermittlungsstand ist undurchsichtig.

In einer Potsdamer Einrichtung für Menschen mit Behinderungen wurden vier Leichen und eine schwer verletzte Person gefunden. Der Tatverlauf soll blutig gewesen sein. Lokale Medien berichten außerdem, dass ein Messer als Tatwaffe zur Anwendung kam. Es handle sich demnach um das „wohl schwerste Tötungsdelikt“ Potsdams seit Jahrzehnten.

Die Polizei sprach von vier toten Personen, an denen Spuren „schwerer, äußerer Gewaltanwendung“ sichtbar waren. Details wurden nicht geäußert. Zunächst fänden „umfangreiche Spurensicherungen“ statt. Im Verlauf des Tages leitete die Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen eines Tötungsdelikts ein. „Mordmerkmale liegen nicht vor“, sagte die Sprecherin der Potsdamer Staatsanwaltschaft, Hanna Urban.

Gehen die Ermittler von einer Affekttat aus?

Bei der Tatverdächtigen handelt es sich um eine 51-jährige Pflegekraft, die nach Informationen des „SPIEGEL“-Magazins seit über 20 Jahren für den Verein Oberlinhaus tätig war. Die Ermittlungsbehörden wollten bisher keine näheren Angaben zu den Tatumständen machen. Auf Rückfrage teilten sie jedoch mit, dass die mutmaßliche Täterin nicht in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht werde. Dies deutet darauf hin, dass die Ermittler nicht von einer psychischen Erkrankung als Tatursache ausgehen. Ob die Pflegerin sich kooperativ oder gar geständig zeigt, wurde ebenfalls nicht mitgeteilt.

Laut „Bild“-Zeitung habe die Tatverdächtige den Opfern die Kehle durchgeschnitten. Nach der Tat sei sie nach Hause gefahren. Ihr Ehemann hatte am Mittwochabend die Polizei angerufen. Sie habe ihm davon erzählt, dass sie vier Menschen umgebracht hätte.

Nachdem die Polizei alarmiert war, eilten Einsatzkräfte im Rahmen eines Großeinsatzes zur Einrichtung. Parallel suchten Ermittler die mutmaßliche Täterin zuhause auf. Um 21:15 Uhr kamen Einsatzkräfte der Polizei auf der betreffenden Station in der Oberlinhaus-Wohnstätte an und fanden dort Spuren massiver Gewalteinwirkung, vier Tote und eine schwer verletzte Person.

Die Opfer sind vier hilfsbedürftige Personen mit schweren Behinderungen. Sie seien langjährige Bewohner in der diakonischen Einrichtung „Thusnelda-von-Saldern-Haus der Oberlin Lebenswelten“ gewesen. Zwei der Opfer lebten seit ihrer Kindheit in der Einrichtung, erklärte die zuständige Bereichsleiterin Wohnen. Auch die verletzte Person sei ein Bewohner oder eine Bewohnerin des Oberlinhauses. Die Einrichtung ist eine Wohnstätte für Erwachsene mit mehrfachen, schweren Behinderungen.

Ein Kommentar

  1. Unfassbar 🙁
    Wo soll das alles noch hinführen.
    Auch mein Kind (10)Ist behindert und wird eines Tages in solch einer Einrichtung Leben.
    Wie soll man sich damit arrangieren ,wenn man immerwieder so etwas liest .
    Ich finde Menschen die den Beruf ausüben, sollten regelmäßig auf Eignung getestet werden.

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