Meteorologen warnen vor Extremhitze


Die Bundesrepublik wird derzeit von den ersten richtig heißen Tagen des Jahres heimgesucht. Der Mai könnte dabei aber noch weitaus wärmer werden, warnen die ersten Prognosen. Es droht eine spezielle Wetterlage, die fatale Folgen mit sich bringen kann.

Bereits in den vergangenen Tagen ist in einigen Regionen die 30-Grad-Marke geknackt worden und auch sonst herrschen derzeit sommerliche Temperaturen und viel Sonne. Und es droht in der kommenden Woche noch heißer zu werden, auch wenn der Sommer offiziell erst in rund drei Wochen richtig beginnt. Der Deutsche Wetterdienst DWD twitterte gestern: „An den Stationen in Karlsruhe und Mannheim wurden soeben um 17 Uhr die ersten Temperaturwerte über 30 Grad gemessen. Damit gilt der heutige Mittwoch als der erste heiße Tag des Jahres 2022″. Mehrere Hochdruckgebiete sind unter anderem für das sommerlich-warme und vor allem trockene Wetter verantwortlich. Doch kann sich in den nächsten Tagen die Wetterlage noch um einiges verschärfen, denn es gelingt den Tiefdruckgebieten nicht, sich in Formation zu bringen.

So deuten die ersten Berechnungen darauf hin, dass sich in der kommenden Woche eine Omega-Wetterlage einstellt. Nach Aussagen des Meteorologen Dominik Jung von „wetter.net“ liegt dabei über Europa ein sehr stabiles Hochdruckgebiet. Es ist durch zwei Tiefdruckgebiete, die es flankieren, nicht in der Lage, sich zu bewegen. Das bringt heiße Temperaturen und langanhaltende Trockenheit in Mitteleuropa mit sich. Dagegen macht kühlere und feuchtere Luft eine weiten Bogen über den Atlantik. Ähnliche Omegalagen waren bereits in den Jahren 2018 und 2019 für Hitzewellen in Deutschland verantwortlich. Unklar ist es jedoch, ob es in der nächsten Woche genauso kommen wird. Für die Natur wären ausgiebige Regenfälle durchaus wichtig.

Die Wettervorhersagen sind dann auch von Modell zu Modell verschieden. Die europäische Vorhersage sieht die 30-Grad-Marke als fix an, die des amerikanischen Wetterdienstes NOAA geht hingegen von eher durchschnittlichen Temperaturen aus. Doch sehen beide frühestens ab dem 20. Mai die Wahrscheinlichkeit für Regen.

Die Monatsprognose sieht in weiten Teilen Temperaturen, die um ein bis zwei Grad über dem langjährigen Mittel liegen werden. Und auch Meteorologe Jung sieht dies als sicher an, den mit 12,7 Grad lag der aktuelle Monat um 2 Grad über dem Durchschnittswert.

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