Russische Kampfbomber nähern sich NATO-Einheiten in der Ostsee

Heikler Zwischenfall in der Ostsee! Russische Kampfjets nähern sich einem Marineverband aus NATO-Einheiten bis auf weniger als 100 Meter. Die NATO reagiert mit erhobenem Zeigefinger.

Ernstes Säbelrasseln oder eklatantes Unvermögen? Am Samstagabend berichtete die NATO über einen riskanten Zwischenfall in der Ostsee. Zwei russische Kampfjets näherten sich einem Marineverband der NATO. Die Lufteinheiten seien in bedrohlicher Nähe an den Schiffen des Marineverbands “Standing NATO Maritime Group 1” (SNMG1) vorbeigeflogen. Den Vorfall meldete das NATO-Hauptquartier in Northwood (England).

Die russischen Kampfjets hätten sich während des Manövers in einer Höhe von 300 Fuß (etwa 91 Meter) befunden und sollen dabei lediglich 73 Meter seitlichen Abstand zu den Schiffen gehalten haben.

Der Marineverband habe versucht, Funkkontakt mit den Piloten aufzunehmen, jedoch keine Antwort erhalten. Ein solches Vorgehen sei “unsicher und unprofessionell” kommentierte die NATO.

Das Verteidigungsbündnis wurde in Alarmbereitschaft versetzt und aktivierte die schnelle Einsatzbereitschaft der NATO-Luftwaffe. Man habe die russischen Flieger aus der Luft verfolgt, bis sie das heikle Gebiet wieder verlassen hatten.

Der Vorfall ereignete sich etwa 50 Kilometer vor der polnischen Hafenstadt Danzig. Das Gebiet gilt als Gefahrenzone und wird derzeit für Flugabwehrübungen der Bündnispartner genutzt. Deshalb wurde die Situation als besonders riskant eingestuft. Bei der ungeplanten Annäherung der russischen und westlichen Einheiten hätten sich Fehlkalkulationen, Fehler und Unfälle ereignen können, so die NATO.

Bei den russischen Einheiten handelte es sich um sogenannte “Fencer” (deutsch: Fechter). Das sind taktische Bomber des Typs SU-24, die in der Sowjetunion entwickelt wurden. Wegen ihrer Robustheit und Vielseitigkeit sind sie sehr beliebt und werden noch immer produziert und gehandelt. Die „Fencer“ sind allwettertaugliche Bodenangriffsflugzeuge mit variabler Bewaffnung. Sie können auch nukleare Freifallbomben transportieren.

Ob die besagten Einheiten bewaffnet waren, ist unklar. Eine NATO-Sprecherin sprach die Vermutung aus, dass sie es nicht waren. Mit welchen taktischen Aktivitäten die NATO reagierte, spezifizierte sie nicht.

Der Ständige Marineverband SNMG1 ist ein multinationaler Verband von Seestreitkräften, der die Kontrolle und den Schutz strategisch wichtiger Seewege im Nordatlantik und sowie in der Ost- und Nordsee sichert. Bei Bedarf wird er sofort in andere Krisengebiete verlegt. Die beteiligten Schiffe und Nationen rotieren. Deutschland ist derzeit nicht dabei, wird aber 2023 wieder selbst Einheiten des Marineverbands stellen.

4 Kommentare

  1. Komisch die NATO beschützt UNS aber vor Sabotageakte (wer auch immer diese durchgeführt haben) an unsere Lebensader der ÖL-Pipeline gelingt das nicht.Denn Umweltaktivisten waren es nicht. Im übrigen beweist doch einfach mit Fotos solche Annäherungen von feindlichen Kampfjets.Schiffsverbände auf offener See gibt es überall, aber kein Kampfflugzeug zusehen.

  2. Warum haben die “Geschlossenen” und “Entschlossenen” die einmalige Gelegenheit nicht genutzt und die Eindringlinge einfach abgeschossen? Die waren zu nah und haben sich somit strafbar gemacht. Dazu sind es Unmenschen und für Alles verantwortlich – auch für den Winter. Gut dass es Selenskyj und Verdummte gibt. Deutsch/Russische Grenze an die Weichsel und unsere Territorien zurück.

  3. yeaaaah negiwadi, Strike!, Du übertriffst Dich selbst und läufst zur Hochform auf. Weiter so, da kommt keiner mehr ran.

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