Omikron BA.5: Erste Krankenhäuser melden Notstand

Deutschland wird derzeit von einer heftigen Sommerwelle durch die BA.5-Variante heimgesucht. Die Inzidenz betrug am Freitag 697, vor genau einem Jahr lag sie lediglich bei 5. Und die Probleme werden immer heftiger.

So meldete das Uniklinikum in Schleswig-Holstein in der abgelaufenen Woche einen absoluten Notstand. Momentan sind 70 Ärztinnen und Ärzte sowie 200 Pflegekräfte nicht einsetzbar, da sie mit Corona infiziert sind. „Wir haben eine äußerst angespannte Situation. Allein im UKSH sind von 16.000 Mitarbeitenden in den Kliniken in Lübeck und Kiel zurzeit 479 in Quarantäne. Stationen werden zusammengelegt und Operationen, die nicht dringend sind, verschoben“, sagte der Sprecher des Klinikums, Oliver Grieve. Inzwischen sind von der Stadt Kiel Feuerwehrleute für den Rettungsdienst abgestellt worden. Im Gegenzug konnten die Berufsfeuerwehren mehrere Einsatzfahrzeuge nicht besetzen und mussten im Notfall von freiwilligen Wehren unterstützt werden. Daher bitten die Kliniken in Rendsburg und Eckernförde darum, nur im absoluten Notfall in die Krankenhäuser zu kommen.

Zugleich stellte die Bundesregierung auch noch die Testverordnung in der laufenden Welle um. So können die Bürgertests nur noch in Ausnahmefällen vorgenommen werden. Dies betrifft Kinder unter fünf Jahren, schwangere Frauen und Personen, die aus gesundheitlichen Gründen keine Impfung erhalten können. Auch pflegende Angehörige fallen unter diese Maßnahme.

Alle anderen Personengruppen zahlen nunmehr mindestens drei Euro. Denn auch hier gibt es Unterschiede zu beachten, denn nur Personen, die zu einer Veranstaltung am selben Tag in einem Innenraum gehen oder Menschen mit Vorerkrankungen oder älter als 60 Jahre besuchen wollen, kommen in den Genuss der Vergünstigung. Die restliche Bevölkerung muss den Test aus eigener Tasche bezahlen, der von den Anbietern festgelegt werden und circa 8 bis 20 Euro kostet. Allerdings halten rund zwei Drittel der Deutschen schon die drei Euro für zu teuer und wollen daher den Schnelltest nicht ablegen.

Die Betreiber der Teststellen kommen durch diese Situation in die Bredouille. Sie müssten theoretisch überprüfen, ob eine Frau schwanger ist oder jemand tatsächlich zu einem Konzert am selben Abend geht, um den Test für nur drei Euro ablegen zu dürfen. Vermutlich wird dies am Ende darauf hinauslaufen, dass die Personen in einer Selbsterklärung angeben, für den jeweiligen Test berechtigt zu sein.

Kritik an der Situation kommt vom Gesundheitsexperten der CDU, Tino Sorge. Er wirft Gesundheitsminister Lauterbach vor, das Chaos verursacht zu haben. Nun müsse er auch zügig eine Lösung präsentieren.

5 Kommentare

  1. Kostenlose Tests dürfte es generell überhaupt nicht mehr geben, nur noch für Personen, die eindeutig augenscheinliche und offensichtliche Symptome haben.
    Lauterbachs neue Regelung bereitet Chaos auf der ganzen Linie. Dieser unfähige Politiker kreiert durchgängig nur Chaos und Steuergeldverschwendung.

    Das haben wir nun von den 2,5 Jahren Lockdown, Masken, Besuchsverboten…
    Alle anderen Länder der Welt haben die Coronawelle schon vor 2 Jahren hinter sich gebracht und leben seither ganz normal weiter. Oder ist Schweden etwa ausgestorben? Und Spanien/Italien lebt auch noch.

    Und, dass die Impfung nix bringt, muss ja jetzt auch der Dümmste langsam erkennen. Ich habe vor ein paar Tagen mit einem Krankenhausarzt gesprochen. Er sagte: “wir haben hier Mitarbeiter, die sind 3x geimpft und hatten mittlerweile bereits 3x Corona”.
    Eine noch offensichtlichere Bestätigung der Nutzlosigkeit einer Impfung gibt es wohl kaum.

    Corona ist eine ganz normale Grippe (oder oft sogar nur noch eine leichte Erkältung), weiter nichts. Und so sollte man sie auch behandeln – nämlich als Normalität und zum Alltag dazugehörig.

    Ein Intensivpfleger sagte mir kürzlich, dass ALLE beatmeten Coronapatienten der letzten 2,5 Jahre (bei ihnen auf der inneren Intensiv) übergewichtig gewesen seien.
    Vielleicht müsste man an dieser Stelle ´mal ansetzen??!!
    Mein Vorschlag: kräftige Krankenkassenzuschläge bei Übergewichtigen verlangen, sozusagen ein Risikozuschlag. Denn diese Personengruppe füllt schon seit Jahrzehnten die Arztpraxen und Ambulanzen (mit Gelenkproblemen, Diabetes, Gefäßerkrankungen, Bluthochdruck, Atemwegserkrankungen……..).
    Risikozuschlag deshalb, weil eigentlich jeder es selbst in der Hand hat, ob er übergewichtig ist/wird oder nicht. Ein paar wenige Ausnahmen gibt´s da natürlich immer, aber um die geht es nicht.
    Ach, und Raucher würde ich auch gleich noch in den Risikozuschlag mit einbeziehen.

    1. dann sollten die, die ständig krankfeiern nur weil sie “einen Pups” quer sitzen haben aber auch einen Risikozuschlag zahlen müssen – von denen kenne ich satt und genug und die sind meiner Meinung nach diejenigen, die die Krankenhäuser überlasten, weil sie ja bei geringsten Wehwehchen zur Notaufnahme fahren und die Krankenkassen ein Heidengeld kosten.
      Ganz zu schweigen davon, dass die Leute, die auf ihre Gesundheit achten dadurch bestraft werden, dass sie für solche Hypochonda die Arbeit noch mitmachen müssen.
      Zudem wurden auch die Alkoholiker vergessen

  2. KRR, nur spricht man hier nicht einfach nur von Quarantäne weil man mit Erkrankten zusammen traf sondern von Erkrankten . Mein Schwager war 2x wegen anderen Sachen im Krankenhaus und wurde auch 2x vom Personal angesteckt , als wäre er nicht schon krank genug bekam er Corona. Früher ist die ganze Familie in Quarantäne gewesen wenn nur ein Mitglied eine ansteckende Krankheit hatte ,also alles nichts Neues

  3. In Norddeutschland ist also schon Alarmstufe rot – in SH ist Notstand
    und im Rest der Republik wird nicht oder kaum noch getestet –
    man will es wohl wieder lieber nicht wissen – bis gar nichts mehr geht.

  4. KRR: Was soll dieser B….t. Es wurde NIE behauptet, daß man nach einer Impfung kein Corona bekommen kann. Es wurde gesagt, daß man nach einer Impfung gegen einen schweren Verlauf, der auch tödlich sein kann, schützt.

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