Panik an deutschem Flughafen: Gewaltdrama sorgt für Entsetzen bei Urlaubern

Ausgerechnet mitten in der Hauptreisezeit ist am Flughafen Nürnberg ein Streit in einer Warteschlange völlig eskaliert. Zwei Reisegruppen gerieten am Freitagabend vor einem Check-in-Schalter zunächst verbal aneinander, wenig später flogen die Fäuste. Für elf Beteiligte endete die geplante Reise noch vor dem Abflug: Sie wurden von ihrem Flug ausgeschlossen.

Der Vorfall ereignete sich gegen 22.30 Uhr im Terminal. Nach Angaben der Polizei warteten dort zwei Gruppen mit insgesamt rund 20 Personen auf die Abfertigung. Offenbar herrschte Uneinigkeit darüber, wer an welcher Stelle in der Schlange stehen durfte. Aus dem zunächst alltäglichen Streit entwickelte sich binnen kurzer Zeit eine handfeste Auseinandersetzung, die ungeahnte Folgen nach sich zog.

Ein 29 Jahre alter Mann soll einem 43-Jährigen ins Gesicht geschlagen haben. Daraufhin seien weitere Mitglieder der beiden Gruppen aufeinander losgegangen. Alarmierte Polizeikräfte brachten die Situation unter Kontrolle. Die Beamten stellten die Personalien mehrerer Beteiligter fest und sicherten Aufnahmen der Überwachungskameras.

Auch ein Rettungswagen wurde vorsorglich zum Flughafen gerufen. Trotz der heftigen Auseinandersetzung musste nach bisherigen Erkenntnissen niemand in ein Krankenhaus gebracht werden. Ob Menschen leichtere Verletzungen erlitten, war zunächst nicht bekannt.

Besonders bitter für die Beteiligten: Elf Reisende durften ihre ursprünglich gebuchten Flüge nicht mehr antreten. Wohin die beiden Gruppen fliegen wollten und ob sie ihre Reise später fortsetzen konnten, ist bislang unklar.

Die Grenzpolizei am Flughafen Nürnberg ermittelt nun wegen möglicher Körperverletzungsdelikte. Dabei soll geklärt werden, wer sich aktiv an der Schlägerei beteiligte und wie genau die Auseinandersetzung begann.

Der Zwischenfall fällt in eine der verkehrsreichsten Phasen des Jahres. Seit diesem Wochenende haben alle 16 Bundesländer gleichzeitig Sommerferien. Flughäfen, Bahnhöfe und Autobahnen sind entsprechend stark ausgelastet. Ausgerechnet ein Streit um einen Platz in der Warteschlange bedeutete für fast ein Dutzend Passagiere das vorzeitige Ende ihrer Urlaubsreise.

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Jerry Heiniken