Putin droht mit ultimativem Gegenschlag

Bislang hat der russische Präsident die Lieferung und den Einsatz von Waffen aus dem Westen recht entspannt zugesehen. Doch nun spricht er eine deutliche Warnung, verbunden mit möglichen Reaktionen, aus. Sollte ein neues System von Langstrecken-Raketen an die Ukraine geliefert werden, so behalte er sich Gegenangriffe von gewaltigem Ausmaß vor.

In westlichen Ländern wird derzeit darüber nachgedacht, der Ukraine zur Verteidigung Raketen mit hoher Reichweite zu liefern. Auf diesen Umstand hat Kreml-Chef Putin nun mit der Drohung von schwersten Angriffen auf das Nachbarland reagiert. In einem Interview mit dem Staatssender Rossija 1 sagte er unmissverständlich: „Wenn sie liefern, dann werden wir daraus die entsprechenden Schlüsse ziehen und unsere Mittel der Vernichtung, von denen wir genug haben, einsetzen, um jenen Objekten Schläge zu versetzen, die wir bisher nicht angreifen.” Aus seiner Sicht würden solche Waffenlieferungen den Spezialeinsatz in der Ukraine nur unnötig in die Länge ziehen.

Auf der anderen Seite ist Putin offenbar ganz entspannt, als es um das Thema der hochmodernen Mehrfachraketenwerfer vom Typ HIMARS geht. Diese werden demnächst von den USA in das Kriegsgebiet geschickt. Für die Verteidiger ändere sich dadurch nichts, es werde lediglich bereits zerstörtes Kampfmaterial ersetzt. „Hier gibt es nichts Neues”, sagte er und verwies darauf, dass die Armee der Ukraine bereits jetzt solche Systeme aus russischer Produktion verwendet.

Entscheidend sei aus Putins Sicht viel mehr, welche Raketen tatsächlich zum Einsatz kommen. Die Lieferung der neuen Waffen aus den USA solle demnach Flugkörper mit einer Reichweite zwischen 45 und 70 Kilometer enthalten und entspräche demnach den bisher zum Einsatz kommenden Raketen vom Typ “Uragan”, “Smertsch” und “Grad” leisteten. Als die Spezialoperation, so der offizielle Wortlaut in Moskau, begann, verfügten die Verteidiger nach Putins Aussage über 515 solcher Systeme. Nach neuesten Informationen des Kremls sind es jetzt wohl nur noch 360.

Ein ähnliches Bild zeichne sich bei den neuen im Westen bestellten Artillerie-Einheiten ab. Putin sagte dazu: „Allem Anschein nach geht es hier auch darum, dass Verlorene, das bei den Kampfhandlungen Vernichtete auszugleichen”. Die russische Luftabwehr habe darüber hinaus zahlreiche Kampfdrohen der Ukraine vernichten können, so der Kreml-Chef. “Unsere Luftabwehrsysteme knacken sie wie Nüsse.”

7 Kommentare

  1. Putin steht mit dem Rücken zur Wand, er muss maximal drohen. Nur dürfen wir nicht drauf reinfallen. Ich glaube nicht, dass er den Untergang Moskaus und Sotschis will. Ich bin DDR-sozialisiert und habe bis zuletzt nicht an einen Einmarsch geglaubt. Wenn wir seine Ausführungen der letzten Jahrzehnte ernst genommen hätten, hätten wir das jetzt vorhersehen können. Putin steht konträr zu Breschnew und Gorbatschow, das hätte sicher niemand im Westen geglaubt. Ich als Christ befürworte auch die Waffenlieferungen an die Ukraine was ich mir auch nie hätte vorstellen können. Sonst steht Putin in ein paar Monaten kurz vor Warschau und Berlin. Warum hat er seinem Volk einen Totalmaulkorb verpasst und lässt keine wirklichen Infos zu? Er wird es diesem mal erklären müssen, nur ists dann für Viele zu spät.

  2. Also, gut überlegen, bevor es zu spät ist. Scheinbar, denken sich die Verlierer: warum teilweise verlieren, wenn man schon Alles verlieren kann? Ist es denn so schwer, eigene Fehler zuzugeben? Glaube nicht dass es Putin aus Vergnügen macht. Der Kriegstreiber hat diesmal keine Kontrolle und kann entfesselten Krieg nicht beliebig eingrenzen. Putin hat lange Zeit auf Diplomatie gesetzt und letztlich seine Ziele geäußert. Lange hat man ihn ignoriert und wollte nicht mit ihm reden. Jetzt, wo der Krieg verloren ist, wollen die Verlierer verhandeln. So Realitätsfremd muss man erst sein. Mir tun nur unschuldige Kinder Leid – die konnten sich die Eltern nicht aussuchen.

  3. …………….das diese “Nüsse” aber bereits verheerenden Schaden an seinem Material und Truppen angerichtet haben wird NICHT erwähnt; der arme Wicht!!
    Wie schon des Öfteren erwähnt:……………die Haubitzen werden ihm so den Ar— aufreißen, das er mit der Bestattung der Toten NICHT hinterher kommt. Ganz zu schweigen , die Raketen , die weit nach Russland rein kommen und den Putin-getreuen Russen erst einmal zeigen, was Leid bedeutet wenn deren “Hütten” in Rauch aufgehen. Dann ist auch der Donbass zurück zu erobern ein mögliches Ziel.

  4. Haben sich die “Schlauen ” nicht gefragt, ob das Ganze nicht zwischen USA und Russland abgesprochen sein könnte und es von Anhängerschaft abhängt? Ich glaube niemandem. Schon NATO-Zögerlichkeit? Der Schlauere wird seine Chance nutzen und wir könnten die Leidtragende sein.

    1. Der Alu Hut wird zum Alu Helm …
      Warum nicht noch China mit in die Absprachen mit rein nehmen? Wird Zeit für die nächste Impfkampangie, dann bist Du wieder mit “vertrauten” Themen beschäftigt.

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