Schweres U-Bahn-Unglück in Mexiko-Stadt

Mindestens 23 Menschen sind bei einem schweren U-Bahn-Unglück in Mexiko-Stadt ums Leben gekommen, viele weitere Dutzend wurden verletzt. Eine Brücke im Südosten der Metropole war eingestürzt, als eine U-Bahn darübergefahren war.

In Mexiko-Stadt sind bei dem Einsturz eines Teils einer U-Bahnbrücke mindestens 23 Menschen ums Leben gekommen. Auch Kinder sind unter den Toten, wie die Bürgermeisterin Claudia Sheinbaum auf Twitter mitteilte. Unter den bislang geborgenen 49 Verletzten sind auch einige, die mit schweren Verwundungen in Krankenhäuser eingeliefert wurden. Zunächst ist noch nicht klar gewesen, wie es zu dem Unglück gekommen ist. Am späten Montagabend waren bei dem Einsturz der Brücke mehrere Waggons der Metro-Linie 12 mehrere Meter in die Tiefe gestürzt. Videos in den sozialen Medien zeigen, wie die Waggons zusammenstoßen.

Nach ersten Erkenntnissen hatte ein Teil der Brücke nachgegeben, wie Sheinbaum mitteilte. Zu dem „bedauerlichen und schwerwiegenden Vorfall“ kündigte sie eine umfassende Untersuchung an. Auch viele Autos waren unter dem eingestürzten Abschnitt der Überführung am Bahnhof Olivos am südöstlichen Rande der Stadt unterwegs gewesen. Die Zeitung „Universal“ zitierte eine 26 Jahre alte Überlebende mit den Worten: „Wir hörten nur ein lautes Donnern und alles stürzte nach unten“.

In dem Waggon hätten nach Angaben einer anderen Frau zahlreiche Menschen gestanden oder gesessen. Sie alle flogen bei dem Unglück durch die Luft und seien gegen die Decke geknallt. Im Anschluss sei das Licht ausgegangen und die Menschen hätten geschrien. Die Frau berichtete weiter, dass sie auf die Menge gefallen sei und später dann aus dem Waggon entkommen. Viele andere der Passagiere hätten derweil um Hilfe gerufen.

Mit Leitern holte ein Großaufgebot an Rettungskräften zunächst die Menschen aus den herabhängenden Waggons. Später wurde dann noch ein Kran eingesetzt, da die Lage des Zugs insgesamt sehr instabil war. Erst dann konnten dann die eingeklemmten Passagiere von den Rettungskräften befreit werden. Berichten zufolge hatten Anwohner schon vor Jahren angeprangert, dass es an den Pfeilern entlang der Strecke der U-Bahnlinie 12 Schäden gebe.

Bereits im September 2017 hatten sich Bürger darüber besorgt gezeigt, dass das Bauwerk nach dem schweren Erdbeben einstürzen könne. Es seien durch die Erdstöße der Stärke 7,1 Risse in den Pfeilern aufgetreten. Auch wurden Vorwürfe der Korruption entlang des Baus der Strecke laut. Schon im Jahr 2014, nur wenige Monate nach der Einweihung der Linie 12, war wegen Reparaturarbeiten der Betrieb der Linie monatelang unterbrochen.

2 Kommentare

  1. Das Problem von Mexico-City ist der Untergrund. Praktisch die gesamte Stadt ist auf einem riesigen
    unterirdischen Schlammsee gebaut. Das es dabei immer wieder zu Absenkungen, Einstürzen usw. kommt ist bekannt und verständlich.

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