Trump droht mit neuem Krieg in Afrika

Den Amerikanern ist der Krieg gegen den Iran zuwider und die Wähler wenden sich zunehmend ab von Trumps republikanischer Partei, weil sich der amerikanische Präsident zu wenig um die Zustände im eigenen Land kümmert. Dennoch lässt sich Trump nicht beirren. Fest im Glauben, dass er den Krieg gegen die Mullahs gewonnen hat, macht er bereits die nächste Kriegsansage. Auch dieses Mal dreht es sich um eine Nation, die sich weit von Amerikas Grenzen befindet. Zudem haben wenige Amerikaner jemals von der afrikanischen Nation gehört, die sich zurzeit im Fokus ihres kriegslustigen Präsidenten befindet.

Militärjunta regiert 

Trumps neuester Erzfeind ist die westafrikanische Nation Mali, eines der größten Länder auf dem Kontinent. Dort erlebte die Bevölkerung im Jahre 2020 einen Putsch unter der Leitung des Militärbefehlshabers Assimi Goïta, der sich im Jahr danach als Regierungschef ausrief. Seither befindet sich das Land in einem unaufhörlichen Bürgerkrieg, bei dem neben der Junta auch russische Söldner und die beiden islamistischen Terrorgruppen IS und al‑Qaida eifrig mitmischen. Das Land hat seit der Übernahme durch das Militär die Verbindungen mit westlichen Ländern abgebrochen. Die deutsche Botschaft in der Hauptstadt Bamako wird nur noch durch einen minimalen Stab unterhalten und warnt deutsche Bürger eindringlich vor Reisen in das kriegszerrüttete Land.

Reich an natürlichen Ressourcen 

Trumps Interesse an Mali kommt nicht von ungefähr. Das Land ist reich an Rohstoffen und gehört global zu den größten Uranlieferanten. Uran ist der wichtigste Bestandteil bei der Herstellung von Atomwaffen und beim Betrieb von Kernkraftwerken. Bis zum Putsch hatten französische Bergbaufirmen beinahe ein Monopol im Lande. Diese wurden allerdings von der neuen Regierung enteignet und seither hat das Land ausschließlich Geschäfte mit Russland gemacht, das im Gegenzug Waffen und Soldaten an die Regierung liefert. Zu den ersten Aktionen der neuen Junta-Regierung gehörte der Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu der Ukraine. Trump hat bereits die Nachbarländer zu Mali, darunter Algerien, Niger, Mauretanien, Burkina Faso, die Elfenbeinküste, Guinea und Senegal, vor seinen Angriffsplänen gewarnt. Gleichzeitig forderte er die angrenzenden Nationen dazu auf, sich mit amerikanischen Waffen einzudecken, für den Fall, dass der Konflikt sich auch über Malis Grenzen hinweg ausweiten sollte.

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  • Wie lange kann DER noch machen was ER will und die Welt nach seiner Vorstellung gestalten???? Zieht DEN endlich aus dem Verkehr.

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Alexander Grünstedt